Abgabefrist ist der 31. Mai

Mantelbogen, Anlage N, Anlage KAP, Anlage K – während draußen die Vögel zwitschern und alles grünt und blüht, brüten Millionen Deutsche über ihrer Steuererklärung und raufen sich die Haare.

Auch in diesem Jahr gibt es Änderungen, die Steuerzahler kennen sollten, bevor sie sich durch die Formulare kämpfen.

Eine gute Nachricht vorweg: 2014 haben Steuerzahler immerhin zwei Tage länger Zeit, um die Steuererklärung beim Finanzamt abzugeben. Denn der Abgabetermin – der 31. Mai – fällt in diesem Jahr auf einen Samstag. Wer zur Abgabe verpflichtet ist, hat deshalb bis zum 2. Juni Zeit, die Unterlagen beim Finanzamt in den Briefkasten zu werfen.

Wer die Steuererklärung lieber elektronisch ausfüllt und abschickt, kann seit März die vorausgefüllte Steuererklärung, kurz VaSt, nutzen. Basisinformationen wie Name, Geburtsdatum und Adresse sowie Daten des Arbeitgebers, von Ämtern oder Versicherungen fließen in die Formulare ein.

In der Theorie will der Fiskus damit das Ausfüllen der Steuererklärung erleichtern und den damit verbundenen Zeitaufwand reduzieren. In der Praxis sollten Steuerzahler die vorausgefüllten Felder unbedingt auf Richtigkeit prüfen. „Wer wirklich Steuern sparen will, sollte unbedingt weitere Felder der Steuererklärung ausfüllen“, raten die Steuer-Experten der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH). „Kosten für Handwerker oder die Putzfrau, Spenden oder die tägliche Fahrt zur Arbeit – das alles kann das Finanzamt nicht für Sie ausfüllen, aber hier steckt das echte Sparpotenzial.“

Zum 1. Januar 2013 wurden die möglichen Veranlagungsformen bei Ehepaaren neu geordnet. Die bisherige getrennte Veranlagung wird durch eine Einzelveranlagung ersetzt. „Entscheidet sich ein Ehepaar für die Einzelveranlagung, werden Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und haushaltsnahe Dienstleistungen exakt dem Ehegatten zugerechnet, der die Kosten wirtschaftlich auch getragen hat“, erklären die VLH-Experten.

Minijobber bekommen mehr

Eine weitere Neuerung, die das Jahr 2013 mit sich brachte: Geringfügig Beschäftigte dürfen nun 450 Euro pro Monat steuerfrei verdienen.

Wer sich nicht mit dem Beamtendeutsch der Steuerformulare auseinander setzen will, kann sich an einen Lohnsteuerhilfeverein oder an einen Steuerberater wenden. Die Experten sichern Steuerzahlern die Steuervorteile, die ihnen zustehen. (nh)

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