Absprachen zum Miteinander: Reibungsloses Arbeiten im Team

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Die Bilanz hat sich verbessert: Probleme im Team werden häufiger angesprochen, wenn es klare Verhaltensregeln gibt. Foto: Monique Wüstenhagen

Die Arbeit ist ungerecht verteilt und Meetings finden seltener statt als abgemacht? Solche Probleme sorgen für Ärger im Team. Doch obwohl alle darüber schimpfen, spricht die Baustellen keiner an. Wie kann das besser funktionieren?

Köln (dpa/tmn) - Die inhaltliche Arbeit macht Spaß. Was viele nervt: Die zahlreichen Probleme im Team. Die Arbeit ist ungerecht verteilt, und die Kommunikationswege sind intransparent. Klare Absprachen helfen.

Für die Firma sind Störungen im Team ein Problem: Werden sie zu Konflikten, lähmen sie die Leistungsfähigkeit, sagt Iris Dohmen. Sie ist Fachgebietsleiterin für Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie des TÜV Rheinland. Wichtig: Solche Störungen nicht aussitzen, sondern etwas dagegen zu unternehmen.

Klare Spielregeln festlegen: Wer als Chef neu ein Team übernimmt, legt zu Beginn der Zusammenarbeit am besten verbindliche Regeln fest. Das kann zum Beispiel der Grundsatz sein: "Jeder ist für sich selbst verantwortlich und spricht Störungen bei der Teamarbeit offen an." Gut ist, wenn diese Spielregeln als Konsens gemeinsam erarbeitet werden. Das erhöht die Verbindlichkeit.

Im Meeting Zeit für Störungen reservieren: Damit die Regeln keine Vereinbarungen auf dem Papier bleiben, ist die Führungskraft gefragt. Sie reserviert am Ende der regelmäßig stattfindenden Teammeetings am besten eine Viertelstunde, um solche Störungen zu thematisieren. Da kommen dann alle Probleme auf den Tisch, die das ganze Team beeinträchtigen. Häufig ist Vorgesetzten gar nicht bewusst, was Mitarbeiter nervt. Die regelmäßige Viertelstunde führt dazu, dass das Team eine eigene Kultur einübt, wie mit den Problemen umgegangen wird.

Vorbild sein: Viele Führungskräfte finden es viel verlangt, beim Thema Konflikte lösen im Team Vorbild zu sein. Schließlich bekommen sie es selbst von ihrem Vorgesetzten ganz anders vorgelebt. Statt das als Entschuldigung zu nehmen, sollten sie sich sagen: "Ich habe die Verantwortung für meinen Bereich" und da habe ich entschieden, dass kritische Themen schnellstmöglich angegangen werden.

Ansprechen statt nörgeln: Neben der Führungskraft sind aber auch die Mitarbeiter gefragt. Warum können sie zusätzliche Aufgaben nicht übernehmen? Warum ist ein Meeting Zeitverschwendung? Und warum sind bestimmte Informationen für den Arbeitserfolg notwendig? Nur wer sich die Mühe macht, nicht nur zu nörgeln, sondern die Lösung der Probleme anzugehen, kann etwas verändern.

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