Abwarten - Was bei Zweifeln am Ingenieur-Studium hilft

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Was der Prof. erzählt, versteht man nur zum Teil? Der Start in den Ingenieurwissenschaften ist oft kein Zuckerschlecken. Ein Stück weit ist das aber ganz normal. Foto: Oliver Berg

Puh - alles ganz schön schwierig! Wer Ingenieur werden will, hat zu Beginn des Studiums häufig nichts zu lachen. Die Vorlesungen sind schwer, bei manchem geht die erste Klausur daneben. Eine Studienberaterin erklärt, was nun zu tun ist.

Aachen (dpa/tmn) - Die ersten Wochen als Erstsemester in den Ingenieurwissenschaften sind vorbei und schon kommen die Zweifel: Das Studium ist schwer - und man selbst dort möglicherweise verkehrt?

Doch Schwierigkeiten am Anfang sind häufig ganz normal. Swenja Schiwatsch von der Zentralen Studienberatung der RWTH Aachen hat einen Vier-Punkte-Plan:

Mehr Respekt vor dem Studium zeigen: Mancher Erstsemester nimmt das Studium auf die leichte Schulter. Nach dem Motto "In der Schule lief es wie von selbst" - also wird es an der Hochschule auch so sein. Doch die Anforderungen sind deutlich höher. Auch wer in der Schule gut war, fällt nun womöglich durch Klausuren. Der Versuch sollte sein, seine Anstrengungen zu erhöhen. Was bei den Vorlesungen vor- und nachzubereiten ist, sollten Studierende abarbeiten - am besten gemeinsam mit Kommilitonen, dann wissen sie gleich, wo sie im Vergleich mit ihnen bei ihrem Wissen hinterherhinken.

Zwei Semester abwarten: Der Start ins Ingenieurstudium klappt bei vielen nicht reibungslos. Mancher hat in der Vorlesung Schwierigkeiten zu folgen oder fällt durch die erste Klausur. Gleich das Studienfach zu wechseln ist oft jedoch nicht notwendig. Häufig ist es ratsam, bis zum Ende des zweiten Fachsemesters abzuwarten. So lange dauere es häufig, um im Studiengang anzukommen. Manche haben das Studium bis dahin etwa zu sehr auf die leichte Schulter genommen und müssen ihr Lernmanagement umstellen. Andere lernen falsch und brauchen neue Techniken, sich die Stoffmenge anzueignen.

Frühzeitig Hilfe suchen: Gibt es zu Beginn des Studiums Schwierigkeiten, kann das ganz verschiedene Ursachen haben. Der eine hat Probleme mit der Stoffmenge, der nächste zweifelt an seiner Eignung und der dritte kann sich für die Themen einfach nicht begeistern. Wichtig ist, sich frühzeitig Hilfe bei der zentralen Studienberatung oder bei der Fachstudienberatung zu suchen. Da werden Studierende von Profis bei der Selbstreflektion unterstützt - und können so für sie passende Strategien erarbeiten.

Notbremse ziehen: Kritisch wird es, wenn es echte Warnsignale gibt, dass das Studium einfach nicht das Richtige ist. Das gilt etwa, wenn jemand trotz sorgfältiger Vorbereitung mehrmals durch Klausuren fällt oder auf Dauer das Gefühl hat, in den Vorlesungen nicht mitzukommen. Dann kann ein Studienfachwechsel nötig sein. Nach dem zweiten Semester kann dann schon ein guter Zeitpunkt sein, um zu wechseln.

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