Produktion soll steigen – Beschäftigung stabil

Achsenwerk lässt die Krise hinter sich

Ludwig Pauss Foto: Koch

Kassel. Eine hohe Auslastung und steigende Produktionszahlen: Das Lkw-Achsenwerk des Daimler-Konzerns in Kassel startet weiter durch. „2011 wird auf jeden Fall besser als das schon nicht schlechte Vorjahr“, sagte der stellvertretende Werkleiter, Ludwig Pauss, nach der Betriebsversammlung in Kassel.

Die Produktion werde die der Vorjahresmenge von 400 000 Achsen übertreffen, den Spitzenwert von 580 000 Stück im Rekordjahr 2008 aber noch nicht erreichen. Pauss erwartet Vollbeschäftigung – es könne jedoch noch niemand sagen, wie sich die Katastrophe in Japan auf die Weltwirtschaft auswirke.

Mit etwa 40 Millionen Euro wird das Werk so viel investieren wie im Vorjahr. Ein Teil des Geldes fließt in den Produktionsneuanlauf der so genannten Fuel Efficiency Achse, die den Spritverbrauch schwerer Lkw um bis zu zwei Prozent senken soll. Die ersten Achsen werden im Herbst gefertigt. Außerdem wird das Werk dann mit Lieferungen für den russischen Lkw-Hersteller Kamaz beginnen. Dieser und der Daimler-Konzern hatten im November 2009 zwei Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Wenn das Geschäft 2016 voll läuft werde das Kasseler Werk mehrere 10 000 Achsen im Jahr für Kamaz bauen, sagt der Betriebsratsvorsitzende Dieter Seidel.

Die Belegschaft von knapp 3000 Mitarbeitern soll 2011 stabil bleiben, Neueinstellungen in der Stammbelegschaft sind vorerst nicht geplant. Die Zahl der Leiharbeiter soll jedoch im April um 50 auf 67 wachsen.

Der Daimler-Konzern hatte 2010 unterm Strich 4,7 Milliarden Euro verdient. Die Beschäftigten bekommen davon auch etwas ab: Die Sonderzahlung von 3150 Euro sollen sie im April erhalten. (wll)

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