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Änderungen ab Januar 2023: Rente, Kindergeld, Energiepauschale und mehr

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Von: Alina Schröder

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Mit dem Jahreswechsel treten gleich mehrere Änderungen und neue Regelungen in Kraft. Was ab Januar 2023 gilt, lesen Sie hier.

Berlin – Neues Jahr, neue Gesetze: Ab Januar 2023 treten in Deutschland wieder einige Änderungen in Kraft. Eines der größten Themen ist das Bürgergeld, das Hartz 4 nach vielen politischen Diskussionen endgültig ablösen wird.

Darüber hinaus gibt es neue Regelungen beim Kindergeld, Wohngeld und der Rente. Welche Gesetze ab 1. Januar gelten und was das für Bürgerinnen und Bürger bedeutet, hier in der Übersicht.

Änderungen im Januar 2023: Bürgergeld kommt – Kindergeld und Wohngeld werden erhöht

Die Regierung plante schon seit Längerem ein neues Grundeinkommen in Deutschland. Dafür soll das bisherige Hartz-4-System, das 2005 in Kraft trat, weichen. Nun ist es im Januar 2023 so weit: Das Bürgergeld kommt. Dieses bringt Bedürftigen mehr Geld, denn die Grundsicherung steigt etwa für Alleinstehende auf 502 Euro im Monat. Bei Hartz 4 lag der Betrag noch bei 432 Euro. Darüber hinaus wurde das Schonvermögen für Erspartes angepasst. Pro Person werden 15.000 Euro geschützt und somit nicht auf den Bürgergeld-Anspruch angerechnet.

Eine Änderung für alle Eltern: Das Kindergeld wird erstmals seit rund 30 Jahren kräftig erhöht und vereinheitlicht. Ab Januar 2023 steigt dieses auf monatlich 250 Euro je Kind. „Familien mit niedrigem Einkommen werden zusätzlich durch einen Sofortzuschlag und die Erhöhung des Kinderzuschlags entlastet“, heißt es zudem auf der Homepage der Bundesregierung. Auch wird der Kinderfreibetrag angepasst. In 2022 betrug er noch 5620 Euro, in 2023 steigt die Summe auf 5760 Euro.

Im Januar 2023 bekommen Studierende und Fachschülerinnen und Fachschüler die Energiepauschale ausgezahlt.
Im Januar 2023 bekommen Studierende und Fachschülerinnen und Fachschüler die Energiepauschale ausgezahlt. © Philipp von Ditfurth/dpa

In 2023 gibt es auch für mehr Menschen Wohngeld, das zudem deutlich erhöht wird. Haben bislang circa 600.000 Haushalte Wohngeld erhalten, profitieren davon ab Januar zwei Millionen. Statt 190 Euro bekommen einkommensschwächere Mieterinnen und Mieter dann rund 370 Euro monatlich. Diese Anpassung ist Teil der Wohngeldreform, die unter anderem aufgrund der gestiegenen Energiekosten durchgesetzt wurde.

Ab Januar 2023: Änderungen bei der Rente – Energiepauschale für Studierende

Bei der Rente treten folgende Regelungen in Kraft: Frührentnerinnen und -rentner können ab Januar 2023 beliebig viel Geld in einem Nebenjob dazuverdienen, ohne Kürzungen befürchten zu müssen. Die Zuverdienstgrenze fällt nämlich weg. Diese wurde angesichts der Corona-Pandemie für vorgezogene Altersrenten in 2022 erst auf 46.060 Euro angehoben. Änderungen bei den Hinzuverdienstregelungen kommen auch für die Erwerbsminderungsrente. Renten-Beziehende können mit dem Jahreswechsel bei einer teilweisen Erwerbsminderung bis zu 35.650 Euro hinzuverdienen, bei einer vollen Erwerbsminderung liegt die Grenze bei 17.820 Euro.

Darüber hinaus dürfen sich Beziehende über eine Steuerentlastung bei der Einkommenssteuer freuen, denn Rentenbeiträge sind ab Januar nun vollständig von der Steuer absetzbar. Sie gelten als Aufwendungen für die Altersvorsorge. Im Laufe des Jahres 2023 treten sogar noch weitere Renten-Änderungen in Kraft.

Nachdem der Großteil aller Rentnerinnen und Rentner in Deutschland im Dezember 2022 bereits die Energiepauschale in Höhe von 300 Euro ausgezahlt bekommen haben, könnten im Januar die Studierenden an der Reihe sein. „Die Auszahlung soll zu Beginn des nächsten Jahres beginnen, also noch in diesem Winter“, informiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Wer an einer Universität oder Fachschule eingeschrieben ist, erhält für die gestiegenen Energiekosten einmalig 200 Euro vom Staat.

Steuer-Änderungen ab Januar 2023: Grundfreibetrag und Spitzensteuersatz

Arbeitnehmende werden ab 2023 steuerlich entlastet: Als Teil des Inflationsausgleichsgesetzes hat die Bundesregierung beschlossen, den Grundfreibetrag anzuheben – und zwar auf 10.623 Euro. Zuvor betrug dieser 10.347 Euro. Das Existenzminimum soll so auch in der aktuellen wirtschaftlichen Lage weiter gewährleistet werden.

Im Zuge der Anpassung des Grundfreibetrags wurde auch der Spitzensteuersatz neu geregelt. Dieser beträgt derzeit 42 Prozent, wird aber ab 2023 erst bei einem noch höheren Einkommen fällig. Die Grenze von 58.597 Euro wurde auf 61.972 Euro im Jahr angehoben. Beim Reichensteuersatz, der ab einem Einkommen von 277.836 Euro greift, gibt es hingegen keine Neuerung. (asc)

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