Ärzte-Streik an Krankenhäusern angekündigt

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Ein Klinik-Arzt unstersucht ein Röntgenbild (Archivbild). Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für die knapp 50.000 Ärzte an kommunalen Kliniken Streiks angekündigt.

Berlin - Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für die knapp 50.000 Ärzte an kommunalen Kliniken Streiks angekündigt.

Am 9. Dezember beginne eine einmonatige Urabstimmung, teilte die Gewerkschaft am Freitag in Berlin mit. Bei einem positiven Votum der Mitglieder müssten sich die rund 600 kommunalen Kliniken im Tarifbereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ab 26. Januar 2012 auf einen Arbeitskampf der Ärzte einstellen.

Die Gewerkschaft hatte die vierte Tarifrunde am 22. November abgebrochen. Die Arbeitgeber hatten angeboten, die Gehälter der Mediziner und die Entgelte für Bereitschaftsdienste um 1,48 Prozent anzuheben. Der Marburger Bund fordert dagegen eine Gehaltssteigerung der Ärzte in Höhe von sechs Prozent sowie weitere Erhöhungen - unter anderem beim Bereitschaftsdienst - in Höhe von 3,5 Prozent.

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Der VKA erklärte in Frankfurt am Main, der Schritt der Gewerkschaft treffe bei den Arbeitgebern auf Unverständnis, zumal es noch keine Verhandlungen über das Angebot vom 22. November gegeben habe. “Wir fordern den Marburger Bund auf, mit uns endlich in tatsächliche Verhandlungen einzutreten“, sagte VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann. Das Angebot sehe Steigerungen im Rahmen der gesetzlich geregelten Krankenhausfinanzierung vor. Die Krankenhäuser könnten bei Tarifverhandlungen nicht so tun, als gäbe es die Kürzungen und Budgetdeckelungen nicht.

dapd

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