Agio - Aufschlag für den Vertrieb

+
Beim Abschluss eines Fondvertrages wird meist ein Aufschlag fällig: Besonders hoch ist das Agio mit sieben Prozent des Anlagebetrages. Foto: Patrick Pleul

Stuttgart (dpa/tmn) - Geldanlageprodukte werden verkauft, und die Vermittlung gibt es nicht umsonst. Anleger merken das relativ schnell - etwa beim Kauf eines Investmentfonds. Denn dann wird für den Berater ein Aufpreis fällig.

Finanzkunden zahlen zusätzlich zum Wert eines Anteils einen Aufschlag, der auch Agio genannt wird. Auch festverzinsliche Wertpapiere und Zertifikate werden oft mit einem Agio ausgegeben.

Besonders hoch ist das Agio mit zum Teil sieben Prozent des Anlagebetrages und mehr bei geschlossenen Fonds. Gering ist das Agio bei allen Produkten, die nicht aktiv vertrieben werden. Wer etwa Fonds über die Börse erwirbt, zahlt kein Agio. Die Anbieter verlangen das Agio, um Vertrieb und Berater dazu zu bewegen, die Geldanlageprodukte an ihre Kunden zu verkaufen, erklärt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Im italienischen Sprachgebrauch bedeutet der Begriff Agio so viel wie "Bequemlichkeit" oder auch "Spielraum". Tatsächlich gibt es hier einen Spielraum bezüglich der Höhe, denn Kunden können das Agio regelmäßig mit ihrem Vermittler oder Berater verhandeln. Da die Anbieter die Höhe des Agios stets offenlegen müssen, raten Verbraucherschützer Anlegern, aktiv zu verhandeln, insbesondere wenn das Agio in keinem akzeptablen Verhältnis zur Leistung des Beraters oder Vermittlers steht.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.