AGs in Krise besser als Familienfirmen

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Auch der Hamburger Hafen ist in einer AG organisiert.

Nürnberg - Aktiengesellschaften sind nach einer Untersuchung der Unternehmensberatung Weissman & Cie besser durch die Krise gekommen als Familienunternehmen.

Dies sei erstaunlich, denn vor dem Absturz der Weltwirtschaft hätten die familiengeführten Betriebe Jahr für Jahr besser abgeschnitten als die anonymen, managergelenkten Konzerne, sagte Arnold Weissman der Nachrichtenagentur dpa in Nürnberg.

Es stelle sich die Frage, ob die Unternehmen in Streubesitz schneller und radikaler gegen die Krise steuern konnten, weil sie weniger Rücksicht auf die Mitarbeiter nehmen mussten. Für die Studie hatte die auf Familienunternehmen spezialisierte Unternehmensberatung die jeweils 40 größten Firmen beider Kategorien miteinander verglichen.

Demnach sank der Umsatz der Börsenunternehmen 2009 um 11 Prozent auf 798 Milliarden Euro, der Gewinn ging von 35,9 Milliarden auf 21,2 Milliarden zurück. Zwar schrieben zwölf der Publikumsgesellschaften rote Zahlen, dennoch betonte Weissman: “Trotz der größten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten stand keiner der Börsenkonzerne am Abgrund.“

Anders in der Gruppe der Familienkonzerne: Für Arcandor und Porsche war 2009 Schluss, Schaeffler und Merckle retteten sich nur knapp. Zusammen erzielten die 40 größten Familienbetriebe 543 Milliarden Euro Umsatz, ein Minus von 6 Prozent - das nur wegen der erfolgreichen Handelsriesen wie Aldi und Lidl sowie dem Pharmaunternehmen Boehringer nicht höher ausfiel. Besonders schlecht schnitten die Familienunternehmen der Studie zufolge mit einem Einbruch von 67 Prozent beim Ergebnis ab. Die 26 der untersuchten Familienunternehmen, die Angaben zum Überschuss machten, verdienten zusammen unterm Strich nur noch 3,2 Milliarden Euro - nach 9,8 Milliarden Euro 2008.

dpa

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