Angebot lag schon im März auf dem Tisch

Rekord-Deal für Aldi! Discounter mit gigantischer Expansion - sehr ambitioniertes Ziel rückt in greifbare Nähe

Schild von Lebensmittel-Discounter Aldi Nord
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Expansion in Frankreich: Aldi Nord übernimmt im Nachbarland mehr als 500 Filialen.

Aldi breitet sich nicht nur in Deutschland kontinuierlich aus. Das Unternehmen hat nun Hunderte Filialen eines französischen Konkurrenten aufgekauft. Es wird ein ambitioniertes Ziel verfolgt.

  • Aldi-Filialen gibt es nicht nur in Deutschland, sondern quer durch Europa und in Übersee.
  • Der Discounter hat mehrere hundert Märkte von einem französischen Konkurrenten aufgekauft.
  • Das Ziel des Unternehmens lautet: Jeder Kunde soll die nächste Filiale in einer bestimmten Zeit erreichen können.

Essen/München - Viele Unternehmen ächzen unter der Corona-Pandemie*. Die Lebensmittelmärkte bilden da eine Ausnahme. Und damit natürlich auch der über die Bundesgrenzen hinaus nachgefragte Discounter Aldi*. Nun hat der Konzern einen aufsehenerregenden Schritt vollzogen. Auf einen Schlag übernimmt Aldi Nord im Nachbarland Frankreich 547 Filialen und drei Zentrallager des Konkurrenten Groupe Casino. Dem Essener Unternehmen zufolge handelt es sich damit um die größte Akquisition in seiner Geschichte.

Das finanzielle Volumen des Deals soll 717 Millionen Euro betragen. Bereits im März habe Aldi Nord ein bindendes Angebot abgegeben, mehr als ein halbes Jahr später gaben die Wettbewerbsbehörden abschließend Grünes Licht. Ziel des Zukaufs sei, die Marktstellung in Frankreich auszubauen und zu verdichten. Es solle möglich sein, dass Kunden binnen einer Viertelstunde überall im Land einen Aldi-Markt erreichen können. Ein wirklich ambitioniertes Ziel. Seit 1988 gibt es Aldi-Filialen in unserem südwestlichen Nachbarland - zuletzt sollen es mehr als 850 gewesen sein. Nun steigt diese Zahl also ins Vierstellige.

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Aldi-Deal in Frankreich: Discounter expandiert schon lange - auch Filialen in den USA und in China

Aldi Nord* ist außerdem auch in den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Luxemburg, Spanien, Portugal und Polen zu Hause. Sogar in Übersee - genauer gesagt in den USA, Australien oder China* - hat sich Aldi Süd niedergelassen. Außerdem auch in Österreich, der Schweiz, Slowenien, Ungarn, Großbritannien, Irland und Italien.

Die Integration der neu erworbenen Märkte soll bis Ende 2021 vollzogen sein. Die meisten dieser Filialen werden bislang unter der Marke Leader Price geführt, zwei als Casino Supermarché. Philip Demeulemeester, der bei Aldi für das Frankreich-Geschäft verantwortlich ist, betont: „Es ist unser Anspruch bei Aldi, alle Menschen immer und überall mit dem zu versorgen, was sie zum täglichen Leben brauchen.“

Aldi-Deal in Frankreich: Suche nach Potenzialen durch Zukäufe von Filialen

Dabei geht der Blick natürlich nicht nur in die Grande Nation. Florian Scholbeck, Managing Director Communications, erklärt: „Wir setzen selbstverständlich auf organisches Wachstum, prüfen aber darüber hinaus auch systematisch, welche Potenziale sich etwa aus Zukäufen ergeben können.“ In Frankreich hat der Discounter nun also nach reiflicher Überlegung zugeschlagen und seine Marktposition deutlich gestärkt. (mg) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Sind Supermärkte Virenschleudern? Eine neue Studie enthüllt Erstaunliches. Aldi, Lidl und Co. haben einen Brandbrief an Angela Merkel geschrieben und monieren einen „massiven Eingriff auf die Reputation unserer Unternehmen“. In Deutschland hat Aldi die größte Filiale der Welt eröffnet.

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