Nach Attacken in Paris

Allianz erwartet steigende Nachfrage nach Terror-Absicherung

+
Eine steigende Nachfrage nach Terrorversicherungen sei erfahrungsgemäß nach außerordentlichen Ereignissen wie den Attentaten von Paris zu beobachten, sagt die Allianz.

München - Der Terror von Paris ist nicht nur für Politik und Sicherheitsbehörden ein Alarmsignal. Auch Unternehmen dürften sich jetzt überlegen, wie sie ihre Werte stärker absichern, erwartet die Allianz.

Nach den tödlichen Terror-Attacken von Paris stellt sich der Versicherer Allianz auf einen lediglich begrenzten finanziellen Schaden für das Unternehmen ein.

Ähnlich wie in Deutschland über den Spezialversicherer Extremus seien Terrorschäden in Frankreich bei Gareat rückversichert, erklärte das Unternehmen am Dienstag in München. Zugleich rechnet die Allianz mit einer steigenden Nachfrage nach Terrorversicherungen. Dies sei erfahrungsgemäß nach außerordentlichen Ereignissen wie den Attentaten von Paris zu beobachten.

Bereits seit dem Arabischen Frühling gebe es eine kontinuierlich wachsendes Interesse an solchen Versicherungen. Diese würden - abgesehen von Deutschland und Frankreich - seit Mai dieses Jahres für andere Länder vom Allianz-Industrieversicherer AGCS über eine eigenständige Police angeboten. 

Bei den Unternehmen habe die Wahrnehmung von Terrorrisiken und politischer Gewalt zugenommen, erklärte die Allianz. "Gerade internationale Unternehmen, die in politisch instabilen Ländern aktiv sind, sehen ihre Vermögenswerte, aber auch ihre Mitarbeiter bedroht." 

Der Spezialversicherer Extremus zur Absicherung von Terrorschäden in Deutschland war nach den Attacken vom 11. September 2001 in New York von deutschen Versicherern gegründet worden.

An dem Unternehmen ist auch die Allianz beteiligt. Vom kommenden Jahr an haftet es im Schadenfall mit bis zu 2,5 Milliarden Euro, würde das nicht reichen, spränge der Bund zusätzlich mit bis zu 7,5 Milliarden Euro ein. Grundsätzlich würden Terrorrisiken seit den Anschlägen in New York 2001 immer in die Risikoanalysen einbezogen, hieß es in der Branche.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.