Angst vor Jobverlust: Krankenstand äußerst niedrig

+
Der Krankenstand in den deutschen Betrieben ist nach Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums 2009 so niedrig wie selten zuvor.

Berlin - Der Krankenstand in den deutschen Betrieben ist nach Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums 2009 so niedrig wie selten zuvor.

Die Arbeitnehmer fehlten aus Krankheitsgründen im Durchschnitt lediglich 3,3 Prozent der Sollarbeitszeit, berichtet die “Welt“ (Montag) unter Berufung auf die neuesten Ministeriumszahlen. Dies entspreche 7,3 Arbeitstagen und gehöre zu den niedrigsten seit Einführung der Krankenstandstatistik im Jahr 1970. Die Betriebskrankenkassen hatten dagegen Mitte Dezember berichtet, die krankheitsbedingten Fehlzeiten stiegen seit 2007 trotz Wirtschaftskrise leicht, aber kontinuierlich an.

Von Januar bis Oktober 2009 habe der Krankenstand bei 4,0 Prozent gelegen - im Vorjahreszeitraum seien es 3,8 Prozent gewesen. Die Ministeriums-Statistik erfasst die Krankenstände aller gesetzlich versicherten Arbeitnehmer. Arbeitsmarktexperten machen laut Zeitung für den niedrigen Krankenstand vor allem die Angst vor Jobverlust in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit verantwortlich. Vor zehn Jahren fehlten die Beschäftigten wegen Krankheit noch 4,26 Prozent der Sollarbeitszeit - 22 Prozent mehr als im abgelaufenen Jahr.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.