Angst löst Krisen aus

Ist nach der Krise wirklich vor der Krise? Das behauptete zumindest Dirk Herrmann, Finanzberater im Bereich Medien- und Zukunftsforschung aus Wien. In seiner Eröffnungsrede zur zweitägigen Fachmesse der Kasseler Finanzgruppe Plansecur sagte er, warum die Welt auch durch eine weitere Krise nicht untergehen wird.

Was verstehen Sie unter „Nach der Krise ist vor der Krise“?

Dirk Herrmann: Durch eine polarisierende Berichterstattung wird die Angst der Anleger verstärkt. Das dadurch ausgelöste Verhalten setzt einen immer gleichen Zyklus in Gang. Zum Beispiel investieren alle in Gold, weil nichts Negatives darüber berichtet wurde.

Wie reagieren die Anleger auf die Krisen?

Herrmann: Anleger erkennen Trends und technische Revolutionen nicht. Sie nehmen die Schlagzeilen in den Medien selektiv wahr und bekommen Angst. So war es beim Börsencrash am schwarzen Montag 1987. Da lag der Tagesverlust bei 23 Prozent, alle dachten, die Welt geht unter, und reagierten mit einer Flucht aus dem Markt. In 20 Jahren ist der Kurs aber auf das Siebenfache gestiegen.

Was ist Ihre Prognose für die aktuelle Krise?

Herrmann: Der Crash auf Raten wird weitergehen. Ich glaube aber an den Euro. Das Weltwirtschaftswachstum wird Bestand haben. (jmo)

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