Anheuser-Busch schluckt Corona-Brauerei

Brüssel - Die Großbrauerei Anheuser-Busch Inbev hat die mexikanischen Großbrauerei Grupo Modelo übernommen und so ihre Position als Weltmarktführer weiter gefestigt.

Der belgische Getränkehersteller einigte sich mit der mexikanischen Großbrauerei Grupo Modelo auf eine vollständige Übernahme des mittelamerikanischen Unternehmens für eine Summe von 20,1 Milliarden Dollar (rund 16,1 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Inbev-Chef Carlos Brito bezeichnete die Übernahme als „enorme Gelegenheit“.

Inbev nannte die Übernahme in einer Mitteilung einen „natürlichen Schritt“, denn der mexikanische Konzern sei für mehr als 20 Jahre einer der wichtigsten Partner von Inbev gewesen. Die Belgier hielten bereits zuvor 50 Prozent der Anteile an Modelo, kontrollierten die Gruppe jedoch nicht. Modelo ist Mexikos größte Brauerei und stellt unter anderem das international bekannte Bier Corona her. Nun müssen noch die Regulierungsbehörden in verschiedenen Ländern, darunter Mexiko und die USA, der Übernahme zustimmen. Inbev erwartet einen Abschluss des Prozesses bis zum ersten Quartal 2013.

Der Konzern erhofft sich von dem Schritt jährliche Einsparungen von rund 600 Millionen Dollar (etwa 480 Millionen Euro). Der Jahresumsatz des Unternehmens steigt damit den Angaben zufolge auf rund 47 Milliarden Dollar (etwa 37,7 Milliarden Euro). Der vergrößerte Konzern beschäftigt nunmehr 150.000 Menschen in 24 Ländern.

Inbev-Chef Brito sagte, er sei sehr erfreut über die Einigung. Auch die Anleger an der Brüsseler Börse nahmen die Nachricht positiv auf. Inbev-Aktien schlossen am Freitag um 3,9 Prozent höher bei 61,30 Euro.

dapd

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