Göttinger Gruppe

Anklage gegen Ex-Chefs: Vorstände vor Gericht

Göttingen. Mehr als vier Jahre nach der spektakulären Pleite des umstrittenen Finanzkonzerns „Göttinger Gruppe“ hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig erstmals Anklagen gegen zwei frühere Verantwortliche erhoben.

Die Strafverfolgungsbehörde wirft einem 58-jährigen Ex-Vorstandsmitglied fünf Fälle von Untreue und einer 51-jährigen Vorstandsangehörigen zwei Fälle von Untreue sowie drei Fälle des Bankrotts vor.

Im Juni 2007 hatte das Amtsgericht Göttingen das Insolvenzverfahren gegen die Securenta AG, das Herzstück der Göttinger Gruppe, eingeleitet. Weitere Insolvenzverfahren folgten. Insgesamt wurden mehrere 100 000 Anleger um ihr Geld gebracht, der Schaden wird auf eine Milliarde Euro geschätzt.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft war die Kerngesellschaft des Unternehmensverbundes bereits Ende Dezember 2005 zahlungsunfähig. Die beiden Angeschuldigten hätten dies seit Anfang 2006 gewusst. Dessen ungeachtet hätten sie in der Folgezeit mehrere Geschäfte abgewickelt und die Erlöse in schwarze Kassen geleitet, aus denen sie sich bedient hätten. Gegen beide Angeschuldigten laufen noch weitere Ermittlungen, unter anderem wegen Insolvenzverschleppung und Kapitalanlagebetrug. (pid)

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