Apple beschenkt App-Käufer

Cupertino - Apple beschenkt einen App-Käufer mit 10.000 Dollar. Der Grund: Er oder sie hat dem Unternehmen einen sensationellen Rekord beschert. Apple kann die positiven Schlagzeilen gut gebrauchen.

Am Samstag knackte Apples App Store die Marke von 25 Milliarden heruntergeladenen Programmen. Damit hat sich das Tempo noch einmal deutlich beschleunigt: Für die erste App-Milliarde hatte Apple nach dem Start 2008 noch neun Monate gebraucht, die Marke von zehn Milliarden war erst im Januar 2011 durchbrochen worden. Demjenigen, der die 25milliardste App heruntergeladen hat, winkt ein iTunes-Gutschein im Wert von 10.000 Dollar.

Die positiven Schlagzeilen kann Apple gut gebrauchen: Das Unternehmen steht derzeit in den USA in der Kritik, weil es die Fertigung nach China auslagern will. Apple reagiert darauf mit einer Image-Kampagne: Eine vom kalifornischen Elektronikkonzern in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Apple in seiner Heimat 514.000 Jobs geschaffen oder unterstützt hat - „vom Ingenieur, der das iPad mitentwickelt hat, bis zum Paketboten, der es an Ihre Haustüre bringt“, wie Apple auf einer am Freitag freigeschalteten Website schreibt.

Steve Jobs (†) im Porträt

Steve Jobs hinterlässt ein großes Erbe: Der Apple-Visionär brachte der Welt den bunten iMac, den iPod, das iPhone und den iPad. © dpa
Jobs machte den Computer zum Bestandteil des modernen Lebens, kultivierte ein minimalistisches Design und brachte ein Sensationsprodukt nach dem anderen auf den Markt, auch wenn die Wirtschaft und seine Gesundheit kriselten. © dpa
Aus Apple machte er das wertvollste Technologieunternehmen der Welt. Er starb am Mittwoch im Alter von 56 Jahren in San Francisco. © dpa
Jobs wurde am 24. Februar 1955 geboren und wuchs bei Adoptiveltern in Kalifornien auf. Sein Studium in Portland brach er nach nur einem Semester ab. “Ich hatte keine Ahnung, was ich mit meinem Leben anfangen wollte und keine Ahnung, wie mir die Universität hätte helfen können, das herauszufinden“, sagte er später. © dpa
Jobs kehrte nach Kalifornien zurück und erkannte in einem Computerclub das Potenzial der Rechenmaschinen. In der Garage seiner Eltern schraubten er und sein Schulfreund Steve Wozniak ihre erste Kreation zusammen: den Apple I - ein Computer ohne Gehäuse, Tastatur und Monitor. © dpa
Im Jahr darauf folgte ihr erstes Massenprodukt, und mit gerade mal 25 Jahren war Jobs 100 Millionen Dollar wert. © dpa
Jobs erkannte das Potenzial in den Konzepten anderer Firmen und verbesserte es. Er hat mit Apple weder den Computer erfunden noch Abspielgeräte oder Smartphones. Aber Apple schuf daraus Geräte für Menschen, die keine Lust haben, ihre Computer selbst zu programmieren oder technischen Zirkus zu veranstalten, um ihre Geräte am Laufen zu halten. “Wir waren ziemlich schamlos beim Stehlen großer Ideen“, sagte er später. © dpa
1985 wurde Jobs bei Apple aus der Firma gedrängt. Er fühlte sich am Boden zerstört. Doch als Neuanfänger ohne Erfolgsdruck entwickelte er neue Kreativität. © dpa
 Er kaufte George Lucas für zehn Millionen Dollar Pixar ab, das Animationsfilme herstellte. © dpa
Zunächst sah es aus, als entwickele sich Pixar zu einer gewaltigen Geldvernichtungsmaschine, aber dann kam mit “Toy Story“ der große Erfolg. © dpa
Jobs verkaufte das Studio 2006 für einen Aktienanteil im Wert von 7,4 Milliarden Dollar an Disney und wurde so nebenbei zum größten Einzelaktionär des Konzern. © dpa
Schon 1997, als Apple in Schwierigkeiten steckte, kehrte Jobs zurück. Ein Jahr später brachte Apple den iMac mit buntem Plastikgehäuse auf den Markt, zwei Jahre später den iPod, mit dem seine Nutzer 1.000 Songs in die Tasche stecken und abspielen konnten. © dpa
2007 erfand Apple mit dem iPhone das mobile Telefonieren neu, und drei Jahre später kam das iPad. © dpa
Wenn Jobs seine Neuheiten vorstellte, fast immer in ausgewaschenen Jeans und schwarzem Rollkragenpullover, hingen Millionen Apple-Jünger an seinen Lippen. © dpa
Investoren verfolgten seine Auftritte aber auch, um zu sehen, wie es um Jobs' Gesundheit bestellt war. 2004 gab Jobs bekannt, dass er von Bauchspeicheldrüsenkrebs kuriert worden war. © dpa
2009 sah er sich gezwungen, eine sechsmonatige Auszeit zu nehmen, während der ihm eine neue Leber eingepflanzt wurde. Anfang diesen Jahres musste er zum dritten Mal pausieren. © dpa
Im März stellte er zwar noch die zweite Generation des iPad vor, doch im August gab er den Posten des Vorstandsvorsitzenden auf. © dpa
Am Mittwoch, 5. Oktober 2011, gab Apple den Tod des Gründer bekannt. © dpa

Die Studie ist Teil einer Charmeoffensive des neuen Konzernchefs Tim Cook. Der verstorbene Vorgänger und Apple-Gründer Steve Jobs hatte derartige Kritik meist an sich abprallen lassen. Cook fährt hier einen offeneren Kurs.

Apple beschäftigt nach eigenen Angaben 47.000 Menschen in den USA und 70.000 weltweit. Vor zehn Jahren seien es in den Vereinigten Staaten weniger als 10.000 gewesen. Ein großer Teil arbeitet in der Zentrale in Cupertino nahe San Francisco. Apple baut dort gerade einen komplett neuen Campus - was wiederum Arbeitsplätze schaffe, wie es hieß.

So trauert die Welt um Apple-Gründer Steve Jobs

Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
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Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
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Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © dpa
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © dpa
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © dpa

In die halbe Million US-Arbeitsplätze fließen auch all jene externen Entwickler ein, die Apps für das iPhone-Handy oder den iPad-Tabletcomputer kreieren. Das alleine sichert laut der Studie mehr als 210.000 Menschen ein Einkommen. Die Untersuchung stammt von der Beratungsgesellschaft Analysis Group.

Apple wehte in den vergangenen Monaten ein scharfer Wind entgegen. Der Konzern verdient mit seinen Erfolgsprodukten viele Milliarden. Das gelingt aber nur, weil die Geräte günstig bei Auftragsfertigern wie Foxconn in China produziert werden. Menschenrechtler und US-Medien kritisieren die dortigen Arbeitsbedingungen. Apple sah sich bereits gezwungen, Prüfern Zugang zu den Fabriken zu gewähren und will deren Berichte regelmäßig veröffentlichen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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