Apple als Smartphone-Hersteller übertrumpft

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Ein Käufer zeigt vor der langer Schlange vor dem Apple Store in München sein neues iPhone 4S.

New York - Apple ist nicht mehr der größte Smartphone-Hersteller. Ein Konkurrenzunternehmen hat den iPhone-Produzenten übertrumpft. Nur in einem Punkt kann der neue Spitzenreiter Apple das Wasser nicht reichen.

Die letzten Quartalszahlen haben es offenbart: Apple ist nicht mehr der weltgrößte Hersteller von Smartphones, sondern musste den Spitzenplatz den Südkoreanern von Samsung Electronics überlassen. Was zunächst wie eine kleine Revolution aussieht, hat bei näherem Hinsehen mehr mit der größeren Vielfalt bei Samsung und dem Timing des Verkaufsstarts für das neue iPhone bei Apple zu tun.

Apple verkaufte im abgelaufenen dritten Quartal 17,1 Millionen iPhones, drei Millionen weniger als erwartet. Samsung brachte es Schätzungen von Analysten zufolge hingegen auf mehr als 27 Millionen verkaufte Geräte.

25 Befehle, die Ihr iPhone jetzt versteht 

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Mit dem neuen iPhone ist auch die Spracherkennung verbessert worden. Der Siri-Assistent hat ungefähr 200 verschiedene Befehle. Das spart das Tippen: "Tom ist mein Bruder - Rufe meinen Bruder an" Sehen Sie hier weitere nützliche Befehle, die von www.iphone-ticker.de vorgestellt wurden. © dpa
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Im Kalender kann man wichtige Ereignisse hinzufügen, ändern und nachfragen. © dpa
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Wie zum Beispiel "Trage ein Meeting für 9 Uhr ein", ... © dpa
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... "Ändere das Treffen mit meiner Mutter" ... © dpa
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... oder aber "Wie sieht mein restlicher Tag aus?" © dpa
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Auch das Weckerstellen funktioniert mit einem einfachen Befehl: "Weck mich in acht Stunden" © dpa
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Wenn man gerade im Ausland ist und wissen möchte wie viel Uhr es zu Hause ist kann man schnell fragen: "Wie viel ist Uhr ist es in München?" © dpa
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Der Timer lässt sich verbal bedienen: "Setze den Timer auf zehn Minuten." © dpa
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Wenn man wissen möchte, wo sich seine Freunde befinden, fragt man ab sofort sein iPhone: "Wo ist Thomas?" © dpa
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Das bietet gerade für eifersüchtige Partner einen großen Vorteil. Mit einem Befehl einfach herausfinden, wo sich sein Schatz gerade herumtreibt. Das ist aber nur möglich, wenn dieser auch zugestimmt hat, dass man ihn orten darf. © dpa
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Damit kann man auch die Sprachfunktion für die Navigation nutzen. "Wie komme ich nach Hause?" kann man manchmal leichter sprechen als schreiben. © dpa
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Lokale Örtlichkeiten können auch einfach abgefragt werden wie zum Beispiel: "Wo gibt es den nächsten Kaffee?" © dpa
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Auch wichtig könnte das sein, wenn man mit seinem Auto stehen geblieben ist: "Finde eine Tankstelle, die zu Fuß erreichbar ist." © dpa
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Eine kurze  SMS kann sprachlich verfasst werden. Da hat man beide Hände frei und sagt seinem besten Freund kurz, dass man in zehn Minuten da ist. © dpa
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Musik lässt sich mit dem Siri-Assistenen bedienen. So kann man den Befehl geben: "Spiele The Beatles" © dpa
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Notizen sagen und speichern oder aufrufen lassen: "Finde meine Restaurant-Notiz". © dpa
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Keine große Veränderung, aber weiterhin möglich: "Rufe Papa an". © dpa
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Eine sehr wichtige Sprachbedienungsfunktion: Die Erinnerung. "Erinnere mich daran, Blumen mitzubringen". Oder "Geburtstag meiner Frau nicht vergessen." © dpa
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Für Geschäftsleute, die schnell die Märkte abfragen müssen, gibt es eine Befehlsfunktion, die Ihnen mitteilt wie der Dax steht. © dpa
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Kann man heute zum Badesee? Anstatt manuell nachzuschauen, einfach kurz nachfragen. © dpa
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Mit dem Siri-Assistenen kann man auch mal eben schnell die Websuche betätigen. Dabei erkennt das Betriebssystem die verschiedenen Suchmaschinen. © dpa
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Das bedeutet, man kann sowohl bei Google als auch bei ask oder bing seine Informationen beschaffen. © dpa
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Zum Beispiel für den Smalltalk: Wie alt werden Hunde? Wann begann der zweite Weltkrieg und Ähnliches. © dpa
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Auch sinnvoll: "Using Wolfram Alpha". Wie viel Trinkgeld muss man zahlen, bei einer Rechnung von 24,34 Euro für zwei Personen? © dpa
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In wie vielen Tagen ist Weihnachten? Auch diese Frage beantwortet das System. Und dann hat man genügend Zeit noch Geschenke zu kaufen. © dpa

Was ist passiert? Das neue iPhone 4S kam nicht mehr im vergangenen Quartal heraus, beeinflusste es aber negativ. Denn wer Interesse an einem Gerät von Apple hatte, wartete mit dem Kauf. Dass sich da etwas aufgestaut hatte, zeigte sich beim Verkaufsstart am 14. Oktober: Am ersten Wochenende wurden mehr als vier Millionen iPhones abgesetzt. Auswirken wird sich das im laufenden Quartal, in das auch das für alle Unternehmen wichtige Weihnachtsgeschäft fällt.

“Die Leute haben gewartet“, sagt Analyst Francis Sideco von der Marktforschungsfirma IHS. “Wir sehen darin kein Signal, dass Apple den Schwung verloren hat. Das ist normal bei denen. Aber, während sie ihr normales Ding gemacht haben, hatte Samsung ein richtig gutes Quartal.“

Samsung mit rund 40 verschiedenen Modellen an Smartphones

Für das gute Ergebnis bei Samsung war der starke Verkauf der Smartphones der Galaxy-Reihe mitverantwortlich. Das sollte aber nicht zu dem Schluss führen, dass das Samsung Galaxy das iPhone von Apple geschlagen habe, sagte Sideco. “Was es (das iPhone) geschlagen hat, war die Produktlinie von Samsung.“ Denn neben der Galaxy-Reihe gibt es auch noch unter anderem die Serien Conquer, Replenish, Focus und Indulge. IHS schätzt, dass Samsung im dritten Quartal rund 40 verschiedene Smartphone-Modelle verkauft hat. Apple hatte nur zwei, das iPhone 4 und das 3GS.

Samsung selbst nennt keine Zahlen zu den verkauften Geräten. IHS schätzt, dass es 27,3 Millionen Smartphones waren. Der Analyst Jae Lee von Daiwa Securities geht von rund 28 Millionen aus. Man solltec aber nicht versuchen, allzu viel aus diesen Zahlen herauszulesen, raten die Analysten, auch wenn dies angesichts der großen Rivalität zwischen beiden Unternehmen nahe liegend scheine.

Denn auch wenn Samsung mehr Geräte verkauft habe, so verdiene Apple doch mehr an jedem einzelnen. Deshalb sei Apple jetzt auch der wertvollste Technologiekonzern der Welt mit einem Marktwert, der drei Mal so hoch ist wie der von Samsung. Apple hat nur Highend-Smartphones im Angebot, Samsung alles, von billig bis teuer. Beides seien gute Strategien, sagt Sideco. Gut, aber verschieden.

Nokia weiter weltgrößter Handy-Hersteller

Im Niedrigpreissegment ist Apple bislang nicht aktiv. Wenn sie einen größeren Markt abdecken wollten, müssten sie auch Low-End-Geräte anbieten, sagt Gartner-Analystin Carolina Milanesi. Das könnte schon bald der Fall sein. So wurden schon die Preise für das “alte“ iPhone 4 deutlich gesenkt, das 3GS gibt es bei einem Zweijahresvertrag inzwischen kostenlos. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass Apple versucht, den Niedrigpreisbereich zu testen.

Vergessen sollte man auch nicht, dass insgesamt auf dem Handymarkt weder Apple noch Samsung an der Spitze sind. Weltgrößter Handyhersteller ist weiter der finnische Nokia-Konzern, auch wenn der bei den Smartphones hinter der Konkurrenz zurückgefallen ist. Aber auch Nokia verkaufte im letzten Quartal 16,8 Millionen Smartphones und damit laut IHS nur etwas weniger als Apple.

dapd

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