Geldbeschaffung für Aktionäre

Apple plant Anleihe von 17 Milliarden Dollar

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New York - Apple wird zum ersten Mal seit 17 Jahren Anleihen zum Verkauf anbieten. Das frische Geld soll dann wie versprochen an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Deutsche Bank hilft dabei.

Apple will bei seinem Anleihenverkauf laut Medienberichten die Rekordsumme von 17 Milliarden Dollar einnehmen. Die Orderbücher seien mit Anfragen über 50 Milliarden Dollar prall gefüllt, schrieben die Finanznachrichtenagentur Bloomberg und das „Wall Street Journal“ am Dienstagabend. Es wäre die größte Anleihen-Platzierung eines US-Unternehmens, hieß es.

Apple will Anlegern Papiere mit Laufzeiten bis 2016, 2018, 2023 und 2043 anbieten. Anleihen mit Festverzinsung sollten 14 Milliarden Dollar bringen und Papiere mit variablem Zinssatz weitere 3 Milliarden Dollar, berichteten die Medien unter Berufung auf informierte Personen.

Apple hatte vergangene Woche angekündigt, trotz seines Geldbergs von 145 Milliarden Dollar eine Anleihe platzieren zu wollen. Sie bekam schnell den Spitznamen „iBonds“. Das frische Geld soll in die Ausschüttung an die Anteilseigner in Gesamthöhe von 100 Milliarden Dollar fließen. Der Betrag, der über Dividenden und einen Aktienrückkauf fließen soll, wurde zuletzt um 55 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2015 aufgestockt.

Für Apple ist es günstiger, Schulden zu machen, statt auf die eigenen Reserven zuzugreifen. Denn rund 102 Milliarden Dollar sind außerhalb der USA geparkt, und bei der Rückkehr ins Heimatland würden hohe Steuern fällig. Rund ein Drittel fiele an den US-Fiskus, wenn das Vermögen wieder in die Vereinigten Staaten zurückgeführt würde.

Es gibt insgesamt sechs Arten der Papiere. Vier haben einen festen Zinssatz und zusätzlich gibt es die Anleihen mit Laufzeiten bis 2016 und 2018 auch in Varianten mit variablem Zinssatz. Die Deutsche Bank organisiert die Platzierung zusammen mit dem Wall-Street-Schwergewicht Goldman Sachs.

Apple blieb vor der Anleihen-Platzierung trotz der gewaltigen Geldreserven die Spitzen-Bewertung der Rating-Agenturen Moody's und Standard & Poor's verwehrt. So gab es von Moody's nur ein Rating der zweitbesten Stufe Aa1 statt Aaa. Für Unternehmen, die so stark von der Gunst der Verbraucher in den sich schnell verändernden Branchen Technologie und Mobilfunk abhingen, gebe es langfristige Risiken, hieß es zur Begründung. Von Standard & Poor's gab es ebenfalls die zweitbeste Bewertung AA+.

Zuletzt hatte Apple 1996 Schuldpapiere ausgegeben. Danach hatte der zurückgekehrte Gründer Steve Jobs viel Wert darauf gelegt, das Unternehmen schuldenfrei zu halten.

Unabhängig von der Anleihe gab der russische Milliardär Alischer Usmanow am Dienstag eine Investition von 100 Millionen Dollar in Apple-Aktien bekannt. „Ich glaube an die Zukunft von Apple auch nach dem Tod von Steve Jobs“, sagte Usmanow in einem Bloomberg-Interview. Usmanow ist ein bekannter Internet-Investor und machte zum Beispiel viel Geld beim Facebook-Börsengang im vergangenen Jahr. Die Apple-Aktie liegt derzeit um rund 40 Prozent unter ihrem Rekordhoch bei 700 Dollar vom vergangenen September.

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dpa

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