Kurzarbeit wurde stark reduziert - Umsatz und Ergebnis sollen in diesem Jahr spürbar steigen

AKG arbeitet sich aus der Krise

Viel Handarbeit: Kühler für Baumaschinen gehören zur Kernkompetenz von AKG. Unser Foto zeigt Schweißer Stefan Melzer bei seiner Arbeit. Foto: Pinto

Hofgeismar/Uslar. Die AKG-Gruppe in Hofgeismar (Kreis Kassel) arbeitet sich langsam aber sicher aus der Krise. In den vergangenen Monaten konnte die seit etwa einem Jahr andauernde Kurzarbeit in vielen Bereich deutlich reduziert werden.

Wie der geschäftsführende Gesellschafter des weltweit führenden Herstellers von komplexen Kühlanlagen und Wärmetauschern, Hartwig Pietzcker, erklärte, befindet sich am Unternehmenssitz derzeit nur noch etwa ein Drittel der insgesamt 1100 Beschäftigten in Kurzarbeit. Sie bleiben im Schnitt an fünf Tagen im Monat daheim. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Krise, im Sommer 2009, hatten zeitweise 800 Beschäftigte die Wochenarbeitszeit um bis zu 60 Prozent reduziert.

Im Werk Uslar arbeiten die 92 Beschäftigten im Schnitt an acht Tagen im Monat nicht. Allerdings hängt dies auch mit dem Verlust eines großen Kunden zusammen. Dort wurden im vergangenen Jahr rund 30 Jobs abgebaut.

Ungeachtet der aktuellen Lage hält die AKG-Gruppe an ihrer Internationalisierungsstrategie fest. In China ist ein neues, wesentlich größeres Werk entstanden. In den USA produzieren die Hofgeismarer an drei Standorten. Außerdem unterhalten sie Werke in Großbritannien, Frankreich und Lettland. Und in Indien plant AKG eine neue Fertigungsstätte. „Wir ziehen unseren Kunden hinterher und sichern damit auch die Jobs in Deutschland“, so Pietzcker.

Zum Umsatz im vergangenen Jahr machte er keine konkreten Angaben. „Aber es war spürbar weniger als im Vorjahr“, so der Firmenchef. 2008 hatte AKG mit rund 300 Millionen Euro einen Umsatzrekord erzielt. Auch zum Ergebnis wollte sich Pietzcker nicht konkret äußern. „Es war nicht zufriedenstellend“, erklärte er. Für 2010 erwarte er aber „spürbar bessere Umsatz- und Ergebniszahlen“. AKG komme ohne die Hilfe Dritter durch die Krise. „Wer in guten Zeiten richtig wirtschaftet, kommt auch in der Krise zurecht“, sagte er.

AKG beschäftigt weltweit rund 2300 Mitarbeiter, davon gut die Hälfte in der Region. Neben den Werken in Hofgeismar und Uslar gibt es im Inland noch Produktionsstandorte in Dortmund und Appenweier (Baden-Württemberg).

AKG stellt unter anderem Kühlanlagen für Bau-, Land- und Forstmaschinen, für Anlagen- und Maschinenbauer sowie für Energieversorger her.

Von José Pinto

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