Arbeitnehmern droht bei anzüglicher E-Mail fristlose Kündigung

+
Weibliche Vorgesetzte sind meist nicht amüsiert, wenn Mitarbeiter anzügliche Witze an sie schicken. Da kann schnell der Rausschmiss drohen. Foto: Jens Kalaene

Regensburg (dpa/tmn) - Mitarbeiter halten sich bei ihrem Chef besser mit nicht jugendfreien Scherzen zurück. In einem vor dem Arbeitsgericht Regensburg verhandelten Fall hatte unsittlicher Humor zu einem Rausschmiss geführt.

Mitarbeiter sollten es sich zweimal überlegen, bevor sie ihrem Chef eine E-Mail mit anzüglichem Inhalt schicken. Sie kann eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Das hat das Arbeitsgericht Regensburg entschieden. Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein hin (Az.: 7 Ca 3201/12).

In dem verhandelten Fall hatte ein Mitarbeiter an seine Vorgesetzte eine E-Mail geschickt. Er nahm dabei Bezug auf ein Straßenschild "Am Fötzchen" und schrieb: "Stell dir vor, du müsstest bei der Feuerwehr anrufen und die fragen dich: Wo brennt es?". Die Frau fühlte sich sexuell belästigt. Dem Mitarbeiter wurde fristlos gekündigt.

Zu Recht, entschied das Gericht. Die Bemerkung sei eine sexuelle Belästigung. Es spiele keine Rolle, ob die Anzüglichkeit beabsichtigt gewesen ist. Es sei klar, dass eine Frau eine solche E-Mail als unerwünschte Belästigung empfindet. Daher sei eine fristlose Kündigung gerechtfertigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.