Arbeitslosenquote sinkt in unserer Region - Hier die Zahlen der Landkreise

Kassel. Die positive Entwicklung auf dem nordhessischen und dem südniedersächsischen Arbeitsmarkt setzt sich fort. So sank in Nordhessen im Oktober die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich um 1961 auf aktuell 19.903 Personen, in Südniedersachsen um 1.641 auf aktuell 17.479.

Nordhessen: Der Rückgang betraf zu beinah gleichen Teilen den Bereich der Arbeitslosengeldempfänger als auch den der Empfänger von Grundsicherungsleistungen.

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Aktuell sind 5455 Menschen bei der Arbeitsagentur und 14.448 bei den Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag somit im Berichtsmonat bei 6,5 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert. Vor einem Jahr betrug sie acht Prozent. Die guten wirtschaftlichen Bedingungen in der Region haben dazu geführt, dass im Vergleich zum Vorjahresquartal 3041 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse neu entdstanden.

Insbesondere im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (plus 1770), aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen (plus 1280) sowie im Zweig Erziehung und Unterricht (plus 281) konnten deutliche Zuwächse verzeichnet werden. Kassel liegt damit in Hessen hinter Bad Hersfeld und Marburg an dritter Stelle beim Beschäftigungsaufbau.

In der Stadt kassel verharrte die Arbeitslosenquote aber bei 10,1 Prozent. „Nach der hohen Bugwelle beim Beschäftigungsaufbau zu Jahresbeginn mit einem Abbau der Arbeitslosigkeit im zweistelligen Bereich normalisierte sich diese Entwicklung jetzt“, kommentiert Detlef Hesse, Leiter der Arbeitsagentur Kassel, den abgeschwächten Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Südniedersachsen: Insgesamt waren in Südniedersachsen im Oktober 17.479 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 270 oder 1,5 Prozent weniger als noch im September und 1.641 weniger als im Vorjahresmonat.

Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf nun 7,8 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote im Agenturbezirk bei 8,5 Prozent.

Saisonal üblich ging die Arbeitslosenzahl der Jugendlichen unter 25 Jahren noch einmal zurück und sank um 208 beziehungsweise 11,7 Prozent auf 1.573. Die Gründe liegen zum einen darin, dass im Oktober einige Jugendliche ein Studium beginnen, heißt es bei der Agentur für Arbeit. Zum anderen nehmen Bewerber, die sich zunächst gegen eine Ausbildung entschieden hatten, kurzfristig doch ein Angebot wahr, dass auf eine Lehre vorbereitet.

Allerdings profitieren besonders auch junge Menschen, die ihre Ausbildung gerade abgeschlossen haben, von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt.

Zahlen für Hessen und Niedersachsen gesamt

Kassel/Wiesbaden. Die Arbeitslosenquote in Hessen ist im Oktober unter die Sechs-Prozent-Marke gefallen. Und in Niedersachsen bleibt so gering wie seit 18 Jahren nicht mehr.

Hessen: Im besten Oktober seit 1992 waren noch 183 601 Menschen auf Jobsuche, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Das entspricht einer Quote von 5,9 Prozent nach 6,1 Prozent im September. Im Vormonat waren noch fast 4000 Menschen mehr ohne Job. Ältere und Langzeitarbeitslose profitierten bislang noch zu wenig vom Aufschwung, kritisierte Agenturchef Frank Martin.

Niedersachsen: Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Hannover berichtete, sank die Zahl der Jobsuchenden im Oktober auf rund 274 000 Menschen. Dies sind 2,3 Prozent weniger als im September und 5,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Die Arbeitslosenquote lag landesweit bei 6,9 Prozent. Im vergangenen Monat war sie bereits auf das niedrigste Niveau seit 1992 (7 Prozent) zurückgegangen. Der Chef der BA-Regionaldirektion für Niedersachsen und Bremen, Klaus Stietenroth, sprach von einer „positiven Entwicklung“. In Bremen fiel die Erholung schwächer aus. (dpa/lhe/lni)

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