Arbeitslosenverband: Hartz-IV-Reformen verheerend

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Menschen wie dieser Mann, der am Düsseldorfer Hauptbahnhof einen Container auf Pfandflaschen durchsucht, sind zu einem festen Bestandteil des Bildes deutscher Großstädte geworden.

Bonn - Die Hartz-IV-Reform hat nach Einschätzung des Erwerbslosenforums Deutschland seit der Einführung vor fünf Jahren eine katastrophale Bilanz vorzuweisen.

“Trotz anderslautender Versprechen ist die Zahl der in bitterer Armut verweilenden Hartz- IV-Bezieher seit 2005 konstant bei sieben Millionen Menschen geblieben“, kritisierte der Sprecher des Forums, Martin Behrsing, am Samstag in Bonn. Keines der Reformziele sei erreicht worden. “Stattdessen wird den Menschen suggeriert, sich zu Hungerlöhnen ausbeuten zu lassen sei besser als keine Arbeit zu haben.“

Besonders Kinder und Jugendliche seien die Hauptverlierer des “vierten Gesetzes zur Modernisierung des Arbeitsmarktes“ - unter anderem würden ihnen die Mittel für Bildung gestrichen und die Teilhabe an Kultur, Sport und Freizeit praktisch unmöglich gemacht, hieß es in der Mitteilung. “Die “Bildungsrepublik“ Deutschland ist für diese Kinder und Jugendlichen nicht vorgesehen.“ Statt Verbesserungen am Arbeitsmarkt gebe es eine flächendeckende “Vertafelung“ Deutschlands und “Heerscharen von Flaschensammlern“.

dpa

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