Hitzige Stimmung: Athen empfängt Troika

+
Der griechische Finanzminister Yannis Stournaras

Athen - In Griechenland werden am Montag die Gespräche der Regierung mit den internationalen Gläubigern über das Sparprogramm des Landes fortgesetzt.

Finanzminister Yannis Stournaras empfängt dazu erneut die Vertreter der Troika von Europäischer Zentralbank (EZB), Internationalem Währungsfonds (IWF) und EU-Kommission. Vor gut einer Woche hatten diese die Verhandlungen vorübergehend ausgesetzt und weitere Kürzungsversprechen gefordert. Am Donnerstag erzielten die Regierungsparteien in Athen eine grundsätzliche Einigung auf ein neues Sparpaket in Höhe von 11,5 Milliarden Euro. Im Anschluss kam es allerdings zu Streiks und heftigen Protesten.

Am Wochenende gingen auch in mehreren anderen europäischen Ländern Zehntausende gegen die als zu drastisch empfundenen Sparmaßnahmen ihrer Regierungen auf die Straßen. Nach Massenkundgebungen in Griechenland, Spanien und Portugal versammelten sich am Sonntag in Frankreich bis zu 80.000 Menschen zu einer Demonstration.

Proteste in Spanien: Verletzte und Festnahmen

Proteste in Spanien: Verletzte und Festnahmen

Das Parlament in Paris will noch in dieser Woche über den europäischen Fiskalpakt beraten. Neben dem Großteil der Sozialisten von Präsident François Hollande steht auch die konservative UMP hinter dem Vertragswerk, mit dem der Euro-Rettungsschirm ESM installiert werden soll. Damit dürfte die Zustimmung im Parlament sicher sein. Doch mehrere linke Parteien stellen sich gegen den Vertrag, darunter auch die Grünen und einige sozialistische Abweichler. Am Freitag hatte die Regierung einen Sparhaushalt für 2013 vorgelegt, in dem zwar hohe Spitzensteuersätze enthalten sind, der aber laut Kritikern grundlegende Reformen vermissen lässt, die die Wirtschaft ankurbeln könnten.

Auch in Spanien und Portugal hatten am Wochenende wieder Zehntausende gegen die Sparprogramme der Regierungen in Madrid und Lissabon demonstriert. In Spanien sowie in Griechenland kam es zuletzt bei massiven Protesten mehrfach auch zu gewaltsamen Ausschreitungen.

dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.