Athen verhandelt mit Privatgläubigern

Athen - Athen will den privaten Gläubigern noch am (heutigen) Freitag ein offizielles Angebot zu einem massiven Schuldenschnitt vorlegen.

Eine entsprechende Ankündigung wurde nach einem Treffen des griechischen Kabinetts erwartet, bei dem über die Umsetzung des neuen Sparprogramms debattiert wurde.

Am Donnerstag hatte das griechische Parlament ein Gesetz zum Schuldenschnitt verabschiedet, wonach die Privatgläubiger auf 107 Milliarden Euro ihrer Forderungen verzichten sollen. Der Forderungsverzicht ist Teil der Rettungsmaßnahmen, die Griechenland zusammen mit einem 130 Milliarden Euro schweren Hilfspaket der internationalen Geldgeber vor einem drohenden Staatsbankrott retten sollen.

Die griechische Regierung habe sich “gigantische Mühe“ gegeben, um die Bedingungen für die Zustimmung zu finanzieller Unterstützung “und den Prozess der Privatsektorbeteiligung“ zu erfüllen, sagte der griechische Ministerpräsident Lukas Papademos am Freitag.

Papademos kündigte an, dass die für die neuen Sparmaßnahmen seiner Regierung notwendigen Gesetze bis zum 29. Februar und damit rechtzeitig vor einem EU-Gipfel am 1. März verabschiedet würden. Für diesen Tag kündigten die griechischen Gewerkschaften einen dreistündigen Ausstand sowie einen Protestmarsch zum griechischen Parlamentsgebäude an.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.