Athener Finanzminister dringt auf Rettungsgelder

Athen - Wenn Griechenland nicht bald die nächste Tranche der Rettungsgelder von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Höhe von zwölf Milliarden Euro bekommt, wird das Land pleite gehen.

Dies erklärte der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou im griechischen Fernsehen: “Wenn das Geld bis Ende Juli nicht kommt, dann müssen wir die Rollläden runtermachen und die Regierung wird nicht mehr zahlen können“, sagte Papakonstantinou dem Fernsehsender Skai in Athen. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou und sein Ministerrat hatten am Vorabend nach einer Marathonsitzung ein neues hartes Sparprogramm bekanntgegeben. Griechenland muss demnach in diesem Jahr weitere sechs Milliarden Euro und bis Ende 2015 weitere 22 Milliarden Euro sparen.

Zudem sollen durch Privatisierungen staatlicher Unternehmen und den Verkauf von Immobilien des Staates weitere 50 Milliarden in die Staatskassen bis 2015 fließen. Papandreou wollte an diesem Dienstag die Vorsitzenden von Oppositionsparteien treffen und sie um ihre Einwilligung bitten, das harte Sparprogramm durchzusetzen. Am Mittwoch werden in Athen die Experten der EU und des IWF erwartet, die prüfen werden, ob die neuen Maßnahmen in die richtige Richtung sind und Erfolgschancen haben. Nur dann kann Griechenland auf die neue Tranche hoffen. Das neue Spar- und Stabilisierungsprogramm soll Anfang Juni vom Parlament gebilligt werden.

dpa

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