Auch bei Null-Prozent-Finanzierung lohnt ein Preisvergleich

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Wer bei monatlicher Ratenzahlung keine Zinsen zahlt, hat nicht immer das günstigste Angebot gewählt. Gebühren für die Kontoführung etwa können zusätzliche Kosten verursachen. Foto: Roland Weihrauch

Düsseldorf (dpa/tmn) - Null Prozent Zinsen und kleine monatliche Raten - auf diese Weise lassen sich auch größere Anschaffungen gut finanzieren. Doch Vorsicht: Bei solchen Angeboten steckt der Kostenteufel häufig im Detail.

Null-Prozent-Finanzierung bedeutet nicht automatisch, dass die Ware auch günstig ist. Darauf macht die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf aufmerksam. Denn bei einem anderen Händler kann die Ware deutlich billiger sein. Kunden sollten sich also nicht durch die meist kleinen Raten vom eigentlichen Kaufpreis ablenken lassen.

Wichtig zu bedenken: Bei einer Null-Prozent-Finanzierung können Kosten entstehen. Auch bei fehlendem Zins können sich manchmal zusätzliche Entgelte, zum Beispiel für die Kontoführung oder -bearbeitung, im Kleingedruckten verstecken. Daneben wird nicht selten versucht, Kunden zum Abschluss kostenpflichtiger Garantieverlängerungen zu drängen. Die sind meist überflüssig, denn die zweijährige gesetzliche Gewährleistung steht Verbrauchern bei jedem Kauf zu.

Außerdem wird zusammen mit einer Null-Prozent-Finanzierung oft vermeintlich unverzichtbarer Versicherungsschutz verkauft. Doch Restschuld-, Kreditausfall- oder Ratenschutzversicherung sind meist entbehrlich, erklären die Verbraucherschützer. Da die Versicherungen wegen zahlreicher Ausnahmeregelungen vielfach gerade dann nicht leisten, wenn sie benötigt werden, gleichzeitig aber teuer sind, ist ihr Abschluss sehr häufig nicht zu empfehlen. Kunden sind grundsätzlich nicht verpflichtet, eine solche Versicherung abzuschließen.

Informationen der Verbraucherzentrale NRW

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