Ex-HRE-Chef Funke kämpft weiter um Geld

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Der frühere Vorstandsvorsitzende des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate, Georg Funke.

München - Auf die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate könnten nach den millionenschweren Boni an die Mitarbeiter auch noch Nachzahlungen an den früheren Chef Georg Funke zukommen.

Am 15. Oktober will das Landgericht München eine Entscheidung zu einer Klage von Funke auf Gehaltszahlungen seines ehemaligen Arbeitgebers verkünden, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch in München auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Funke und zwei weitere frühere HRE-Vorstände mussten wegen der Beinahe-Pleite des Immobilienfinanzierers im Herbst 2008 ihre Posten räumen und hatten gegen ihre Kündigungen geklagt.

Unter Funkes Führung war die HRE fast kollabiert und musste mit Hilfen von mehr als 140 Milliarden Euro gerettet werden. Inzwischen ist sie vollständig im Staatsbesitz. Eigentlich wäre Funkes Arbeitsvertrag noch bis September 2013 gelaufen, laut Geschäftsbericht war darin ein Festgehalt von jährlich 800 000 Euro vereinbart. Dass Funke trotz des Niedergangs der HRE um dieses Geld streitet, sorgte bei vielen für Fassungslosigkeit.

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Insgesamt geht es in dem Verfahren um millionenschwere Gehalts- und Pensionsforderungen. In einem ersten Teil des Prozesses fordert Funke lediglich zwei Monatsgehälter, eine Entscheidung dazu wird in dem Verfahren am 15. Oktober erwartet. Ob sein Arbeitsverhältnis aber wirklich wirksam durch einen wichtigen Grund beendet wurde, muss in einem anderen Teil des Verfahrens geklärt werden. Dazu wird das Gericht voraussichtlich Zeugen und Sachverständige hören. Ein Termin dafür ist für Anfang kommenden Jahres geplant. Zum Auftakt des Prozesses im Mai hatte das Gericht bereits angedeutet, dass die Kündigung des Ex-Managers auf Basis vorliegender Dokumente unwirksam gewesen sein könnte.

In den vergangenen Tagen war die HRE massiv in die Kritik geraten, weil sie trotz eines Milliardenverlusts im vergangenen Jahr 25 Millionen Euro an Bonuszahlungen zusätzlich zum Gehalt an die rund 1400 Mitarbeiter ausgeschüttet hatte.

dpa

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