Audi legt noch einen Zahn zu

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Neue Bestmarke für Audi: In den ersten sechs Monaten des Jahres hat das Unternehmen weltweit mehr als 733.000 Automobile an Kunden übergeben, 12,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2011.

München - Die deutschen Premium-Autobauer fahren trotz Eurokrise weiter Absatzrekorde ein - allen voran Audi mit seinem starken China-Geschäft.

Die Nachfrage der Chinesen und Amerikaner nach deutschen Oberklasse-Autos steigt weiter kräftig und hat bei Audi, BMW und Daimler im ersten Halbjahr für neue Verkaufsrekorde gesorgt. Dabei hat Audi mit einem Absatzwachstum von 12,3 Prozent das höchste Tempo erreicht. Im Juni legte die VW-Tochter sogar noch einen Zahn zu. Wie die Konkurrenten in Stuttgart und München peilen auch die Ingolstädter neue Jahresbestwerte an. Auto-Analyst Frank Biller von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sagte: “Wir haben keine Krise.“

Audi-Vorstandschef Rupert Stadler sagte am Montag, trotz spürbaren Gegenwinds in Südeuropa wachse die Marke in allen Weltregionen. Sogar in Europa legte Audi im ersten Halbjahr um 2,8 Prozent zu - das Wachstum in Deutschland und Großbritannien fing die Einbrüche in Italien und Spanien auf. In den USA legte Audi um 16,5 Prozent zu, in China sogar um 38 Prozent.

Sportlich mit Strom: Audi e-tron

Audi e-tron Sportwagen Elektroantrieb
Kompromisslos, puristisch und kompakt: Der Audi e-tron. © Audi
Audi e-tron Sportwagen Elektroantrieb
Kompromisslos, puristisch und kompakt: Der Audi e-tron. © Audi
Audi e-tron Sportwagen Elektroantrieb
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Kompromisslos, puristisch und kompakt: Der Audi e-tron. © Audi
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Kompromisslos, puristisch und kompakt: Der Audi e-tron. © Audi

Mit weltweit 733 000 verkauften Autos vergrößerte der Konzern seinen Vorsprung vor Mercedes und rückte näher an den Premium-Marktführer BMW heran. Im Juni stieg der Absatz um gut 13 Prozent. Stadler sagte: “Damit liegen wir klar auf Kurs, bis zum Jahresende unser Ziel von 1,4 Millionen Auslieferungen zu erreichen.“ Das wären 100 000 Autos mehr als im Vorjahr.

Wachstumstreiber bei Audi waren die Geländewagen Q3 und Q5 und der A6. Vertriebschef Peter Schwarzenbauer sagte: “Auch im traditionell weniger absatzstarken zweiten Halbjahr wollen wir den Wachstumskurs fortsetzen. Dazu beitragen werden auch die neue Generation des Q5 und der besonders für Europa wichtige neue A3.“

BMW hatte seinen Absatz im ersten Halbjahr um 8,1 Prozent auf 900 600 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce gesteigert, Daimler hatte um 6,5 Prozent auf 709 000 Fahrzeuge der Marken Mercedes, Smart und Maybach zugelegt.

Erklärtes Ziel aller drei Hersteller ist der Spitzenplatz. “Mercedes ist im Moment ein bisschen der Verlierer unter den Dreien“, sagte Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Vor allem in China ist der Unterschied gravierend: Dort wuchs die Marke mit dem Stern im ersten Halbjahr um gerade einmal acht Prozent und verkaufte 99 000 Autos - halb so viel wie Audi.

Papis Liebling - Der neue Audi A6 Kombi

Audi A6 Avant Kombi
Leicht, locker, Avant - Die Neuauflage vom Audi A6 Avant ist ein schicker Business-Kombi für alle mit Anhang oder viel Gepäck. © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Audi A6 Avant © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Der Audi A6 Avant misst 4,93 Meter in der Länge und 1,87 Meter in der Breite, aber nur 1,46 Meter in der Höhe. Sein Radstand ist auf 2,91 Meter gewachsen – ein großes Plus gegenüber dem Vorgängermodell. © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Die niedrige Dachlinie verleiht ihm eine sportliche Optik. © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Die Motorhaube ist lang gestreckt, über die ganze Länge der Flanken fassen scharfe Kanten straffe Flächen ein. © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Der Gepäckraum bietet im Grundmaß 565 Liter Volumen; durch Umklappen der Lehnen wächst er auf 1.680 Liter. © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Nützlicher Schnickschnack: Die Heckklappe kann man ohne Hände öffnen. Klingt doof, ist aber für Papis beim Einladen ganz hilfreich. Eine Geste - z.B. ein Wackeln mit dem Fuß unter Stoßstange genügt und die Heckklappe öffnet sich automatisch. © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Im Herbst ist der Audi A6 Avant ab 40.850 Euro zu haben. © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Der A6 Avant geht mit sechs direkt einspritzenden Motoren an den Start, einem Vierzylinder und fünf V6. © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Den Bestwert in puncto Verbrauch setzt der 2.0 TDI mit 130 kW (177 PS). In Kooperation mit dem Handschaltgetriebe begnügt er sich im Mittel mit nur 5,0 Liter Kraftstoff pro 100 km, eine CO2-Emission von 132 Gramm pro km. © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Details im Interieur: Eichenholz, Klavierlack und dazu eine Ambientebeleuchtung. © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Ein neues Mischbaukonzept macht die Karosserie des Audi A6 Avant in hohem Maße steif, sicher und ungewöhnlich leicht. © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Der Aufbau des A6 Avant ist etwa 30 Kilogramm leichter als beim Vorgänger­modell. Der A6 Avant 2.0 TDI etwa bringt leer nur 1.640 Kilogramm auf die Waage. © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Exzellenter Fahrkomfort: Materialien und Konstruktionsmethoden senken den Geräuschpegel im Innen­raum auf das Niveau der Luxusklasse ab. © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Siegertyp in Neuauflage – Der neue Audi A6 Avant © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Siegertyp in Neuauflage – Der neue Audi A6 Avant © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Siegertyp in Neuauflage – Der neue Audi A6 Avant © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Siegertyp in Neuauflage – Der neue Audi A6 Avant © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Siegertyp in Neuauflage – Der neue Audi A6 Avant © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Siegertyp in Neuauflage – Der neue Audi A6 Avant © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Siegertyp in Neuauflage – Der neue Audi A6 Avant © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Siegertyp in Neuauflage – Der neue Audi A6 Avant © Audi
Audi A6 Avant Kombi
Siegertyp in Neuauflage – Der neue Audi A6 Avant © Audi

LBBW-Analyst Biller verweist auf Modellwechsel und Werksumbauten in der Volksrepublik. Pieper sieht aber auch grundsätzliche Probleme: Daimler habe die älteste Flotte, gebe die höchsten Rabatte und sei in China - dem Markt mit dem höchsten Wachstum und den höchsten Gewinnmargen - einfach nicht so gut aufgestellt wie Audi und BMW: “Die sind nicht so gut in die Gänge gekommen.“

In den USA dagegen fährt Audi den beiden anderen weit hinterher - trotz eines starken Wachstums von 16,5 Prozent kam der Konzern gerade mal auf 65 000 verkaufte Autos. Hier hat BMW die Nase vorn mit 159 000 Fahrzeugen. Audi erhole sich nur langsam davon, dass dem Unternehmen in den 90er Jahren ein Qualitäts- und Sicherheitsproblem nachgesagt wurde, erklärten die Analysten. Außerdem bauen BMW und Daimler Autos in Werken in den USA, die Marken werden deshalb anders wahrgenommen, wie Pieper erklärte.

In Europa haben alle drei Hersteller mit zweistelligen Einbrüchen in Italien, Spanien und den anderen Krisenländern zu kämpfen. Auf der anderen Seite wächst die Nachfrage in Deutschland, Großbritannien und Osteuropa. BMW liegt insgesamt etwas hinter den beiden anderen zurück, weil der neue 3er-Kombi erst im September auf den Markt kommt - er zählt zu den meistverkauften Modellen der weiß-blauen Marke.

Alle drei Hersteller wollen die Rekordzahlen des Vorjahres übertreffen, sind aber vorsichtiger geworden. Der Boom sei vorbei, aber es herrsche keine Krise, sagte Analyst Biller. “Wir haben immer noch starke Wachstumsraten.“ Für das Rennen um Platz eins unter den Premiumherstellern dürfte China entscheidend bleiben, wo pro 1000 Einwohner erst 40 Autos auf der Straße seien. Bis 2018 erwartet er dort weiterhin zweistellige Wachstumsraten.

Von Roland Losch

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