Aufschwung: Weniger Firmeninsolvenzen 

Hamburg - Der Konjunkturaufschwung hat die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland deutlich gemindert. Auch für 2011 sind die Aussichten positiv.

In den ersten neun Monaten 2010 registrierte die Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel einen Rückgang um 13,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 24 210 Fälle. Die Firmenlandschaft habe sich im dritten Quartal besser entwickelt als erwartet, sagte Geschäftsführer Norbert Sellin am Mittwoch. Die Unternehmen profitierten von steigenden Exporten, einer anziehenden Binnenkonjunktur und der Erholung auf dem Kreditmarkt.

Auch für 2011 seien die Aussichten positiv. Im Gesamtjahr 2010 erwartet die Auskunftei insgesamt bis zu 32 000 Pleiten. Im Vorjahr mussten 33 762 Unternehmen ihre Zahlungsunfähigkeit erklären. Den am stärksten rückläufigen Trend registrierte Bürgel im Saarland mit einem Minus von 34,3 Prozent. Aber auch Thüringen (minus 22,7 Prozent), Nordrhein-Westfalen (minus 22,1 Prozent) und Hamburg (minus 21,1 Prozent) verbuchten einen Rückgang über dem Bundesdurchschnitt. In Berlin fiel er mit minus 5 Prozent am geringsten aus. Knapp 20 Prozent oder 4793 Firmen, die ein Insolvenzverfahren eröffnen mussten, waren nur zwei Jahre am Markt.

Als Ursachen für eine Pleite nennt Bürgel das Ausbleiben neuer Aufträge oder die Stornierung sowie Verschiebung erteilter Aufträge. Zudem zögen zahlungsunfähige Firmen andere mit in die Insolvenz. Drittens bringt laut Bürgel eine restriktive Kreditvergabe der Banken vor allem kleine und junge Unternehmen in die Finanzklemme.

dpa

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