Aufsichtsamt rechnet mit Kassen-Schließungen

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Kassen-Vielfalt: Das Bundesversicherungsamt rechnet allerdings damit, dass einige Krankenkassen in der nächsten Zeit schließen müssen.

Berlin/Bonn - Für einige Krankenkassen in Deutschland wird es bald nur noch den Weg in die Insolvenz geben. Damit rechnet jedenfalls das zuständige Bundesversicherungsamt.

Auch Zusatzbeiträge dürften einigen Krankenkassen nach Einschätzung des Bundesversicherungsamtes (BVA) auf Dauer nicht helfen können. Deshalb werde man sich “auf die eine oder andere Schließung einer Kasse in Zukunft einstellen müssen“, sagte BVA-Präsident Maximilian Gaßner dem in Berlin erscheinenden opg-Informationsdienst für Gesundheitspolitik.

“Stellen wir fest, dass die Leistungsfähigkeit einer Kasse auf Dauer nicht gesichert ist, werden wir konsequent den Weg der Schließung gehen.“ Nach den Worten von Gaßner gibt es “aktuell einige Problemfälle. Wir sehen jedoch aktuell keine Veranlassung, Insolvenzanträge zu stellen.“

Schon früher habe es Schließungen von Kassen gegeben. Es sei in der Vergangenheit aber auch versucht worden, “Krankenkassen durch Fusionen zu sanieren“.

Mitte April hatten zwei Betriebskrankenkassen - die BKK für Heilberufe und die City BKK mit zusammen etwa 400 000 Versicherten - eine mögliche Insolvenz oder Überschuldung beim BVA angezeigt. Zu einer solchen Warnmeldung sind sie bei einer finanziellen Schieflage seit Jahresbeginn gesetzlich verpflichtet.

Eine Sprecherin des BKK- Bundesverbandes sagte der dpa am Freitag in Berlin, derzeit werde an einer Lösung gearbeitet, mit der eine Schließung der beiden Kassen vermieden werden könne. Dies könnte auf eine Fusion mit starken Partnern hinauslaufen.

dpa

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