BMW fährt in die schwarzen Zahlen

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BMW ist glimpflicher als erwartet durch das Krisenjahr 2009 gekommen.

München - Nach einem Umsatzdämpfer und Absatzeinbruch im vergangenen Jahr will der Münchner Autohersteller BMW in diesem Jahr wieder auf Wachstumskurs einschwenken.

“Die BMW Group geht mit einigem Optimismus in das neue Jahr. Neue Modelle werden bei uns im Laufe des Jahres für zusätzlichen Rückwind sorgen“, erklärte BMW-Chef Norbert Reithofer am Freitag laut Mitteilung in München. 2009 dürfte das Unternehmen vor Steuern zudem wie geplant schwarze Zahlen geschafft haben. Dies zeige, dass das konsequente Kostenmanagement sowie die Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität griffen. Die BMW-Aktie profitierte von dem zuversichtlichen Ausblick des Konzernchefs. Am Vormittag notierten die Papiere zeitweise um gut zwei Prozent im Plus bei über 30 Euro.

Happy Birthday! Der 8er BMW wird 20 Jahre alt

Vor zwanzig Jahren rollte der erste 8er BMW vom Band: Ein Traum in Rot! Bis zu 130 000 DM verlangte der Hersteller pro Wagen. Trotz modernster Technik konnte sich der 8er BMW auf dem Markt nicht durchsetzten. © DPA
Ein Hauch von M1. Die Frontpartie des Wagen sollte an die Supersportler der späten 70er erinnern. © DPA
Für damalige Zeiten war der 8er BMW technisch auf höchstem Nieveau. © DPA
Das große BMW Coupé aus der 8er Kollektion ist eine Rarität. Nur wenige Fahrzeuge gingen von Band. © DPA
Modernste Innenausstattung, mit ihrem Design waren die Modelle ihrer Zeit weit voraus. © DPA
Am Ende zerplatzten die großen Träume. Der 8er BMW verkaufte sich zu schlecht. Viele Ideen wurden nicht mehr umgesetzt. © DPA
Da schlägt das Liebhaberherz höher! Ein Traum in schwarz. Zum Leidwesen der Führungskräfte konnte sich weder das Luxuscoupé noch der Sportwagen auf dem Markt behaupten. © DPA
Trotz der 8er Schlappe feiert der Münchener Traditionskonzern... © DPA
... mit anderen Modellen Erfolgsgeschichte! © DPA
Am 20. März 2009 verließ in Leipzig der 500.000 BMW die Werkhalle. Das Modell der 1er Reihe wurde groß gefeiert. © DPA
Futuristische Ausblicke in Leipzig. Die neuen Produktionshallen bieten höchste, technische Voraussetzungen. © DPA
Ohne Motor läuft gar nichts. Ungewöhnliche Fotoaufnahmen in der Produktionsanlage.   © DPA
Fast so wichtig wie ein Ehering bei der Trauung. Einpassen des Emblems. Hier ein 3er BMW. © DPA
Endmontage eines 3er BMW. Hier wird die letzte Lackierung aufgetragen. © DPA
Gut geschützt in der Werkhalle. Was aussieht wie die liebevolle Behandlung eines Liebhaberstücks, hat einen ernsten Hintergrund. Im März 2003 standen die Produktionsbänder für über eine Woche still. Die Zulieferer wurden bestreikt. © DPA
Hohe Sicherheitsstandards zeichnen die heutigen Fahrzeuge der BMW Reihen aus. © DPA
„Elchtest“ - Schon früh wurden bei allen BMW Modellen höchste Sicherheitsstandards vorausgesetzt. © DPA
Bastel-Kasten - So viele Einzelteile stecken in einem Wagen. Hier ein Fahrzeug aus der 3er Reihe. © DPA
Reise in die BMW-Geschichte. Verschiedene Modelle aus den letzten 50 Jahren. Alle Modelle wurden im Münchener Stammwerk produziert. © DPA
Ein Traum für Autofreaks. Modelle der 3er Reihe. Im Gegensatz zum 8er BMW können die Hersteller hier die Ideen umsetzten. © DPA
Oldtimerträume! Die Rückfront eines 3er BMW.  Heute werden schwarze Kunststoffblenden verwendet. © DPA
Dieser 3er BMW erreicht bis zu 312 Stundenkilometer. Ideen aus der 8er-Reihe wurden hier umgesetzt. © DPA
Gar nicht „Flügellahm“. Dem 325 iX könnte allerdings das gleiche Schicksal drohen wie dem 8er. Der 3er mit Vierradantrieb wird nach 8 Jahren Produktionsstop wieder auf den Markt gebracht. © DPA
Sportliche Krönung. Der M3  © DPA
Manchmal lässt die Farbe zu wünschen übrig! 3er BMW Sportcoupé. © DPA
Bilder der neuen 3er-Reihe. © DPA
Der X3 mit Allradantrieb. © DPA
Das tut weh! BMW als Benzinfresser verschrieen! © DPA

Zum Jahresbeginn hatte der Autobauer wegen der Absatzschwäche bei wichtigen Modellreihen erneut tausende Mitarbeiter im weltgrößten BMW-Werk in Dingolfing in Kurzarbeit geschickt, die Maßnahmen liefen am Freitag aus. Weitere Kurzarbeit sei nun nicht mehr geplant, hieß es bei dem Unternehmen.

Im vergangenen Jahr gaben die Erlöse des Konzerns um 4,7 Prozent auf knapp 50,7 Milliarden Euro nach. Damit fiel das Umsatzminus moderater aus als die Absatzeinbußen. In den einzelnen Konzernsparten zeigte sich eine unterschiedliche Entwicklung. Während das Unternehmen im Kerngeschäft mit Autos der Marken BMW, Mini und Rolls- Royce 10,3 Prozent an Umsatz verlor auf 43,7 Milliarden Euro, konnte die Sparte Finanzdienstleistungen die Erlöse leicht steigern um ein halbes Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. In der Motorrad-Sparte brachen die Umsätze im vergangenen Jahr dagegen um gut 13 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro ein.

Die weltweite Automobilkrise hatte den weiß-blauen Autobauer im vergangenen Jahr mit einem Absatzminus um 10,4 Prozent auf knapp 1,29 Millionen verkaufte Autos getroffen. 2010 sollen die Auslieferungen wieder um einen einstelligen Prozentsatz auf mehr als 1,3 Millionen Autos zulegen, wie Reithofer bekräftigte. Dabei setzt BMW unter anderem auf die neue 5er-Reihe, die Ende März auf den Markt kommen und vom zweiten Quartal an für Schwung sorgen soll.

Wachstumschancen verspricht sich das Unternehmen in diesem Jahr neben China auch wieder in seinem Heimatmarkt Deutschland und in den USA, wo die Auslieferungen 2009 besonders empfindlich nachgaben um gut ein Fünftel auf nur noch gut 303 000 verkaufte Autos. Die schwache Absatz- und Umsatzentwicklung drückte auch auf die Beschäftigtenzahl bei BMW. Weltweit beschäftigte das Unternehmen Ende vergangenen Jahres 96 230 Mitarbeiter, das waren knapp vier Prozent weniger als vor Jahresfrist.

dpa

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