Autoindustrie erholt sich schnell von der Krise

Berlin - Die deutsche Automobilindustrie erholt sich schneller als erwartet von der Wirtschafts- und Finanzkrise. "Bei der Ausfuhr erwarten wir im Gesamtjahr ein Plus von 21 Prozent auf 4,15 Millionen Pkw:"

Das sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, der Tageszeitung “Die Welt“ (Montagausgabe). Der Verband prognostiziert außerdem, dass die heimischen Autobauer 2010 in ihren deutschen Werken 5,45 Millionen Pkws produzieren. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Wissmann korrigierte seine Prognose für das Gesamtjahr vor allem aufgrund des glänzenden Exportgeschäftes nach oben. “Das gute Asiengeschäft, allen voran China, aber auch die Erholung des US-Marktes treiben den Export kräftig an.“

In China profitieren die Deutschen überproportional vom Boom der Branche. In den ersten acht Monaten des Jahres hatte der Automarkt dort um 41 Prozent zugelegt. Die deutschen Hersteller konnten ein Plus von 53 Prozent auf 1,3 Millionen verkaufte Fahrzeuge vorweisen. Entscheidend für die rasche Erholung der Automobilbauer ist Wissmann zufolge auch die Tatsache, dass in der Krise die Ausgaben für Forschung und Entwicklung nicht gekappt, sondern sogar um 4,4 Prozent auf 20,9 Milliarden Euro erhöht wurden. Daher lägen Hersteller aus Deutschland technisch vorn und hätten die richtige Modellpalette. Im deutschen Automobilbau sind derzeit 710.000 Menschen beschäftigt. Nahezu jeder große Wirtschaftszweig im Land ist am Fahrzeugbau beteiligt, nach VDA-Angaben hängt jeder siebte Arbeitsplatz in Deutschland am Automobil.

dapd

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