Automobilverband befürchtet 2010 Absatzeinbruch

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Automobilverband befürchtet einen absatzeinbruch für 2010.

Frankfurt/Main - Die Autobranche rechnet im kommenden Jahr mit einem herben Absatzeinbruch in Deutschland. Die Entwicklung durch die Absatzprämie sei nicht nachhaltig, sagte der VDA-Präsident.

Die Verkäufe werden voraussichtlich auf 2,75 bis 3,0 Millionen Fahrzeuge zurückgehen, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch mitteilte. Für das laufende Jahr rechnet der Verband vor allem dank der Abwrackprämie mit einem Absatz von mehr als 3,8 Millionen Fahrzeugen. Dies sei ein Anstieg von nahezu einem Viertel im Vergleich zum Vorjahr, betonte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Er erklärte aber auch: “Nachhaltig ist die Entwicklung in keinem Fall.“

Europaweit sei man von einem selbsttragenden Aufschwung noch weit entfernt. In Deutschland werde sich der Markt in den kommenden Monaten nach den Nachwirkungen der Abwrackprämie normalisieren. 2009 sei ein ungewöhnlich schweres Jahr gewesen. Das habe sich auch in einem “sehr schmerzhaften Exporteinbruch“ gezeigt, betonte Wissmann: “Wurden 2008 noch 4,13 Millionen Autos ausgeführt, so werden es in diesem Jahr nur 3,36 Millionen Einheiten sein - ein Minus von rund 19 Prozent.“ Damit werde deutlich, wie stark die exportorientierte Schlüsselbranche von der Entwicklung der Weltmärkte betroffen sei.

Da die Lager inzwischen leergeräumt seien, werde sich ein Anziehen der Nachfrage direkt auf Export und Produktion auswirken. Insgesamt werde der Weltmarkt 2009 um 5 Prozent schrumpfen. Allerdings hätten die deutschen Hersteller ihre Anteile erhöhen können. 2010 erwartet der VDA einen Anstieg des weltweiten Autoabsatzes zwischen einem und drei Prozent. Die deutschen Exporte werden nach der VDA-Schätzung um etwa drei Prozent wachsen. Die deutsche Autoproduktion werde 2010 moderat zurückgehen nach einem Minus von 11 Prozent auf 4,9 Millionen Einheiten in diesem Jahr.

dpa

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