Leoni sieht Ende der Talfahrt erreicht

+
Der Vorstandsvorsitzende der Leoni AG, Klaus Probst.

Nürnberg - Der Autozulieferer Leoni sieht nach dem dritten Quartal das Ende der Talfahrt erreicht und hofft auf neues Wachstum im nächsten Jahr.

Zwar wirke sich die Wirtschaftskrise weiterhin stark auf das Geschäft aus, dennoch habe sich dieses nachhaltig stabilisiert, sagte Vorstandschef Klaus Probst am Dienstag. “Der September war der bisher umsatzstärkste Monat in diesem Jahr.“ Im kommenden Jahr will Leoni ein Umsatzplus von zehn Prozent realisieren.

Die Wirtschaftskrise in 17 Bildern

Die Wirtschaftskrise in Bildern

Der Arbeitsplatzabbau um rund zehn Prozent in Deutschland sei weitgehend abgeschlossen, sagte Probst. 40 bis 50 Prozent der gut 3800 Beschäftigten im Inland arbeiten jedoch weiterhin kurz. Der Leoni-Chef kündigte zugleich die Komplettschließung eines Werkes in Westeuropa im vierten Quartal an. Details könne er noch nicht nennen, Deutschland sei aber nicht betroffen. An Restrukturierungskosten erwartet das Nürnberger Unternehmen bis zum Jahresende weitere rund 28 Millionen Euro. Dagegen wird an kostengünstigen Standorten in Osteuropa und Nordafrika bereits wieder Personal eingestellt.

ADAC-Umfrage: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Auto

ADAC-Umfrage: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Auto?

Für dieses Jahr rechnet der Hersteller von Kabeln und Bordnetzsystemen unverändert mit einem Umsatzrückgang auf etwa 2,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,9 Mrd). Entscheidend werde die Dauer der Werksferien bei den Autoherstellern im Dezember sein. Der Fehlbetrag werde sich auf mehr als 130 Millionen Euro belaufen, sagte Finanzchef Dieter Bellé. Jedoch hofft Leoni auf ein leicht positives bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im zweiten Halbjahr.

Im dritten Quartal drehte das EBIT nach zwei Verlustquartalen mit 5,5 Millionen Euro ins Plus (Vorjahr: 24 Mio Euro). Unterm Strich ergab sich ein Fehlbetrag von 3,9 Millionen Euro, so dass nach neun Monaten ein Minus von 92 Millionen Euro aufgelaufen ist. Der Umsatz ging im dritten Quartal von 735 Millionen auf 531 Millionen Euro zurück.

Positiv wirkte sich laut Probst im dritten Quartal der Lieferstart von Bordnetz-Systemen für den neuen Opel Astra aus. Die Absage des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) an den strategischen Investor Magna sieht Probst “weder positiv noch negativ“. “Wir erwarten, dass sich das Unternehmen stabilisiert“, sagte er.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.