BaFin: Bankmanager sollen Misserfolge spüren

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Die Finanzaufsicht BaFin veröffentlichte am Montag neue Regeln.

Bonn - Die Finanzaufsicht BaFin veröffentlichte am Montag neue Regeln: Manager in Banken und Versicherungen sollen geschäftliche Misserfolge danach künftig bei der Höhe ihrer Vergütungen spüren.

Auch sollen Kreditinstitute und Versicherer die Öffentlichkeit detaillierter über ihre Art der Vergütung informieren. “Wir brauchen diese Standards, damit die Unternehmen ihre Vergütungssysteme endlich am langfristigen und nicht nur am kurzfristigen Erfolg ausrichten“, erklärte die Exekutivdirektorin der BaFin-Bankenaufsicht, Sabine Lautenschläger. Die BaFin versicherte, sie werde kleine und international tätige Großunternehmen nicht über einen Kamm scheren. Nur an die größeren Firmen werde sie besonders detaillierte Anforderungen stellen.

Mit den in zwei Rundschreiben veröffentlichten Regeln setzt die BaFin Standards um, die das sogenannte Financial Stability Board im Auftrag der G20-Regierungschefs erarbeitet hat. Gelten sollen die Rundschreiben den Angaben zufolge voraussichtlich bis Mitte 2010, dann würde die neuen Standards in Rechtsvorordnungen festgeschrieben. Mitte Dezember hatten bereits acht deutsche Banken und drei Versicherungen erklärt, sie wollten die Bonuszahlungen ihrer Manager schon dieses Jahr den Forderungen der G-20 Staaten anpassen.

Danach soll die Bezahlung von Bankmanagern stärker am langfristigen Erfolg ihrer Investmententscheidungen ausgerichtet werden. Unterzeichner der Selbstverpflichtung sind Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank, DZ Bank, WestLB, Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), BayernLB, HSH Nordbank sowie die Versicherungen Allianz, Talanx und Münchner Rück (Munic Re).

dapd

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