Brexit

Bafin bereit zu Übergangsregeln für wechselwillige Banken

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Der Finanzdistrikt in London. Foto: Jens Kalaene

Frankfurt/Main (dpa) - Die Finanzaufsicht Bafin ist bereit, Banken den Wechsel nach Deutschland infolge des britischen EU-Austritts (Brexit) durch Übergangsregelungen zu erleichtern.

Die deutschen Aufseher seien beispielsweise willens, "für eine begrenzte Zeit auch die internen Modelle zur Kapitalberechnung bei Schwesterinstituten zuzulassen, die bereits von der britischen Aufsicht (...) genehmigt wurden - sofern bestimmte Bedingungen eingehalten werden", sagte Bafin-Präsident Felix Hufeld laut vorab übermitteltem Redemanuskript in Frankfurt bei einer Veranstaltung zum 35-jährigen Bestehen des Verbandes der Auslandsbanken in Deutschland.

Banken benötigen für Dienstleistungen wie Einlagen- und Kreditgeschäft in der Europäischen Union rechtlich selbstständige Tochterbanken mit Sitz in einem EU-Staat. Bis Ende März 2019 soll der EU-Austritt Großbritanniens vollzogen sein. Der Beschluss zum Brexit setzt Institute in London unter Druck, sich neu zu orientieren - große Chancen rechnet sich dabei der Finanzplatz Frankfurt aus.

"Was wir (...) definitiv nicht akzeptieren werden, sind leere Hüllen, in denen es nur einen Briefkasten und ein Telefon mit Rufumleitung nach London gibt", bekräftigte Hufeld. "Auf Dauer erwarten wir (...) auch vom Spitzenmanagement, dass es mit mehr als nur einem Türschild in den EU-27-Staaten präsent ist."

Auch die Auslagerung sensibler Bereiche wie dem Risikocontrolling oder der Internen Revision dürfe von den Instituten nicht übertrieben werden: "Entsprechende Kontrolleinheiten müssen innerhalb der EU-Unternehmen vorgehalten werden", forderte der Bafin-Präsident.

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