Extremer Niedrigzins

Bafin-Chef: Banken müssen Geschäftsmodell radikal umbauen

Frankfurt am Main - Um weiterhin Gewinne erzielen zu können, müssten die Kreditinstitute sich laut Bafin-Präsident neue Erlösquellen suchen. Welche das sein könnten. 

Angesichts der extrem niedrigen Zinsen müssen Banken nach Ansicht der deutschen Finanzaufsicht ihre Geschäftsmodelle radikal umbauen. Um weiterhin Gewinne erzielen zu können, müssten die Kreditinstitute sich neue Erlösquellen beispielsweise in Form höherer Gebühren suchen, sagte der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin), Felix Hufeld, dem Wirtschaftsmagazin "Capital" (Donnerstagsausgabe). "Die Banken werden ihre Geschäftsmodelle in Gänze überdenken müssen."

Viele Großbanken müssten ihre Angebote für Kunden deutlich reduzieren, wenn sie nicht auf breiter Front Verluste machen wollten, ergänzte Hufeld. "Es geht einfach nicht mehr, dass jeder alles anbietet."

Banken und Sparer leiden seit geraumer Zeit unter der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie hatte im März den Leitzins auf historisch niedrige 0,0 Prozent gesenkt, um den wirtschaftlichen Erholungsprozess in Europa zu unterstützen. Zudem müssen Banken für überschüssiges Geld, dass sie über Nacht bei der Zentralbank parken, einen Strafzins zahlen.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.