Bus und Bahn immer beliebter

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Knapp zehn Milliarden Menschen benutzten im  vergangenen Jahr öffentliche Verkehrsmittel.

Berlin - Immer mehr Menschen greifen auf öffentliche Verkehrsmittel zurück, um sich fortzubewegen - vor allem in Großstädten und Ballungsräumen. Eine der Ursachen ist zunehmendes Umweltbewusstsein.

Busse und Bahnen werden in Ballungsräumen immer beliebter. Mehr als 9,7 Milliarden Fahrten zählte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) im vergangenen Jahr. Das entspricht einer durchschnittlichen Steigerung um 0,7 Prozent. Nach Großräumen entwickelten sich die Zahlen aber unterschiedlich: Während sie in Ballungsräumen und Großstädten stiegen, sanken sie im Regionalverkehr und in Städten mit weniger als 100.000 Einwohnern.

“Wir gehen auf die Zehn-Milliarden-Marke zu“, sagte VDV-Präsident Jürgen Fenske am Mittwoch bei der Vorstellung der Zahlen in Berlin. Mit dem Fahrgastaufkommen seien die Erträge der Unternehmen um etwa 2,5 Prozent auf rund 10,3 Milliarden Euro gestiegen. Für die regionalen Unterschiede machte er die demografische Entwicklung und die Landflucht verantwortlich. Mit dem Rückgang der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs im ländlichen Raum habe man gerechnet.

Eis und Schnee: Dieses Bußgeld droht Autofahrern

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Was Recht ist bei Eis und Schnee. Ab sofort sind Winterreifen in Deutschland vorgeschrieben. Nach dem Gesetz, das Ende November 2010 vom Bundesrat verabschiedet wurde, sind Winterreifen bei winterlichen Wetterverhältnissen Pflicht. © dpa
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Schnee auf dem Dach oder mit Sommerreifen unterwegs? Das kann für Autofahrer teuer werden. Hier haben wir die wichtigsten Infos für Sie zusammengestellt. © dpa
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Auf verschneiten und glatten Straßen" winterlichen Straßenverhältnissen" ist das Fahren mit Sommerreifen verboten. Wer sich nicht daran hält und erwischt wird, muss hierzulande ein Verwarnungsgeld von 60 Euro zahlen und mit einem Punkt in Flensburg rechnen. © dpa
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Wird durch die falsche Bereifung dazu noch der Verkehr behindert, werden 80 Euro fällig und ein Punkt in Flensburg. © dpa
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Die Straßenverkehrsordnung versteht sogenannte M+S-Reifen als Winterreifen, die Mindestprofiltiefe ist mit 1,6 Millimetern gesetzlich vorgeschrieben. Der ADAC empfiehlt eine Profiltiefe von mindestens vier Milimetern. Auch sollten die Winterreifen nicht älter als fünf Jahre sein. Ab dem 1. Januar 2018 gekaufte Winterreifen müssen außerdem das Alpine-Symbol vorweisen. © dpa
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Die in Anhang II Nr. 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG beschriebenen Eigenschaften erfüllen auch Ganzjahres- oder Allwetterreifen sowie geprüfte Winterreifen, die zusätzlich das Schneeflockensymbol mit den drei Bergspitzen zeigen. © dpa
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Außerdem gilt in Österreich seit kurzem eine gesetzliche Pflicht für Winterreifen. Wer zwischen dem 1. November und dem 15. April in dem Nachbarland mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld von 35 Euro. Wer dabei die Verkehrssicherheit schwer beeinträchtigt, kann mit bis zu satten 5000 Euro zur Kasse gebeten werden. Unter Umständen ziehen die Behörden das Auto auch komplett aus dem Verkehr. © dpa
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Schneeketten müssen aufgezogen werden, wenn es durch Beschilderung vorgeschrieben wird. Fahrzeuge mit Allradantrieb müssen dann an mindestens zwei Rädern einer Antriebsachse Ketten aufziehen, sonst droht dem Fahrer ein Verwarnungsgeld von 20 Euro. © dpa
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Das Warmlaufen des Motors ist verboten und wird mit 10 Euro verwarnt. © dpa
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10 Euro muss auch derjenige zahlen, der aus Bequemlichkeit nur ein kleines Guckloch in seine vereiste oder zugeschneite Frontscheibe kratzt. © dpa
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Frostschutzmittel muss in der Scheibenwischanlage enthalten sein, sonst gelten die gleichen Strafen wie beim Fahren ohne Winterreifen. © dpa
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Ebenso sollte das Autodach vom Schnee befreit werden, damit herab fallende Schneemengen den nachfolgenden Verkehr nicht behindern. Außerdem rutscht der Schnee beim Bremsen sonst nach vorne auf die Windschutzscheibe. © dpa
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Auch Blinker, Rücklichter, Scheinwerfer und die Kennzeichen müssen vor Fahrantritt von Schmutz und Schnee befreit werden. © dpa
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Stop oder Vorfahrt müssen immer beachtet werden. Verstöße werden ebenfalls mit Bußgeld bestraft. © dpa
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Auch verschneite Verkehrsschilder, besonders diejenigen, die dem Fahrer bekannt sind oder allein an ihrer Form erkennbar sind. Die fehlende Lesbarkeit beim Verstoß schützt nicht vor einer Strafe. © dpa
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Das Fahrverhalten sowie die Ausrüstung müssen im Interesse der Sicherheit grundsätzlich an die besonderen Straßenverhältnisse angepasst werden. © dpa
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Andernfalls drohen empfindliche Geldbußen, ganz zu schweigen von versicherungsrechtlichen Konsequenzen nach Unfällen. © dpa
Wer seinen Wagen mit abgelaufenem Saisonkennzeichen auf öffentlichen Plätzen oder Straßen abstellt, zahlt 40 Euro, bekommt einen Punkt und muss die Kosten des Abschleppens zahlen. © HUK
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Der ADAC empfiehlt im Winter immer einen Eiskratzer, Handschuhe, eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe sowie einen Türschloss-Enteiser dabei zu haben. Auch eine warme Decke und Proviant sollten bei längeren Fahrten an Bord sein. © dpa

Die Steigerung in den Ballungsräumen und insgesamt gesehen führte Fenske auf “verändertes Fahrgastverhalten“ zurück. Es äußere sich in der umweltbewussteren Nutzung des Autos, im Rückgang der Führerscheinzahlen und der Haltung: “Auto nutzen statt besitzen“.

Der öffentliche Personennahverkehr bleibe eine Wachstumsbranche, gab sich Fenske sicher. Zwar erwirtschafteten die meisten Unternehmen bei einem durchschnittlichen Kostendeckungsgrad von 77,1 oder 77,6 Prozent je nach Berechnung ihre Betriebskosten selbst, aber die Investitionskosten könnten sie nicht stemmen. Deshalb brauchten sie “mehr Rückenwind von öffentlichen Haushalten“.

Ein Investitionsstau von 2,4 Milliarden Euro müsse dringend abgebaut werden, damit die Infrastruktur nicht noch maroder werde und Busse und Bahnen mit Langsamfahrstellen ausbremse. Fenske forderte Bund und Länder auf, sich zügig Gedanken über die Fortführung der Förderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz zu machen, die ab 2020 wegfällt.

dapd

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