Bankenpleite: US-Finanzierer CIT meldet Insolvenz an

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Die Insolvenz von CIT ist die fünftgrößte Unternehmenspleite in der US-Geschichte - nach Lehman Brothers, Washington Mutual, WorldCom und General Motors.

Washington - Erneut ist eine namhafte Bank in den USA zusammengebrochen. Der angeschlagene Mittelstandsfinanzierer CIT musste Insolvenz anmelden.

Seit Monaten versuchte das New Yorker Unternehmen, mit Umstrukturierung und Schuldenabbau einen Konkurs abzuwenden. Nun will sich die Bank unter dem Schutz des amerikanischen Insolvenzrechts neu organisieren und die Schuldenlast um zehn Milliarden Dollar drücken. Die Gläubiger haben dem Plan zugestimmt.

Es handelt sich um die fünftgrößte Unternehmenspleite in der US-Geschichte - nach Lehman Brothers, Washington Mutual, WorldCom und General Motors. CIT versorgt mehrere hunderttausend kleine und mittelständische Firmen in den USA mit Darlehen. Die Bank steckt bereits seit Mitte 2007 in Schwierigkeiten. Sie war stark in den sogenannten Subprime-Krediten engagiert, Hypothekendarlehen an eigentlich nicht kreditwürdige Kunden.

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CIT hatte sich zudem die nötigen Summen für die Vergabe von langfristigen Darlehen kurzfristig am Kapitalmarkt besorgt. Mit dem Ausbruch der Finanzkrise war der Markt für kurzfristige Refinanzierungen aber praktisch zusammengebrochen. Den amerikanischen Steuerzahler dürfte das Insolvenzverfahren teuer zu stehen kommen.

Die US-Regierung hatte CIT im vergangenen Jahr mit 2,3 Milliarden Dollar gestützt. Im Juli lehnte es die Regierung dann ab, der strauchelnden Bank mit einen Notkredit erneut zu Hilfe zu kommen. Schon zu diesem Zeitpunkt hielten Analysten eine Insolvenz für nahezu unausweichlich.

AP

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