Banker glauben nicht an Griechenland-Pleite

Frankfurt/Stuttgart - Deutschlands Bankmanager blicken trotz der Griechenlandkrise so zuversichtlich in die Zukunft wie selten zuvor. Die meisten Banker rechnen nicht mit einer Griechenland-Pleite.

Das geht aus dem halbjährlichen Bankenbarometer hervor, das die Beratungsfirma Ernst & Young am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichte. Befragt wurden Führungskräfte von 120 Geldhäusern in Deutschland. Demnach erwarten 98 Prozent der Manager eine positive Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten. Der Ausblick ist damit so optimistisch wie noch nie seit Beginn der Befragung im Juni 2009. 25 Prozent der Institute wollen zusätzliche Mitarbeiter einstellen, nur 12 Prozent planen einen Stellenabbau. Beflügelt wird die Stimmung der Bankmanager von dem anhaltenden Konjunkturboom in Deutschland. Die besten Geschäftsaussichten bestehen nach ihrer Einschätzung im Firmenkundengeschäft.

Mit einer Pleite Griechenlands, die zu massiven Turbulenzen an den Wertpapiermärkten führen dürfte, rechnen die meisten Banker derzeit offenbar nicht. 41 Prozent sagen eine Verbesserung der Lage auf den Finanzmärkten in den kommenden sechs Monaten voraus, 42 Prozent rechnen mit einer stabilen Entwicklung.

Bei einer Insolvenz eines Euro-Landes erwartet die Mehrheit der Befragten (88 Prozent) allerdings massive Folgen für die gesamte deutsche Bankbranche - also auch für Institute, die nicht direkt betroffen wären. Laut Ernst & Young dürfte die große Mehrheit der Banken in Deutschland zwar kaum noch Papiere der Wackelkandidaten wie Griechenland, Irland oder Portugal halten. Sollte es zur Zahlungsunfähigkeit eines Landes kommen, hätte dies jedoch Folgen für alle Marktteilnehmer, erklärte das Beratungsunternehmen.

dpa

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