Kommentar: Zu Lasten anderer

Barbara Will zu den Vorwürfen gegen den Discounter Lidl

Hemden und Hosen für weniger als zehn Euro - den Verbraucher freut das, vor allem, wenn er wenig Geld hat. Doch für den Tiefstpreis hierzulande müssen - weit weg - andere teuer bezahlen:

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Menschen in Billiglohnländern schuften viel zu oft unter erbärmlichen Bedingungen - und können sich dafür noch nicht einmal genug zu essen kaufen. Keine menschenwürdigen Löhne zu zahlen, ist für deutsche Unternehmen in der dritten Welt sozial schwach. Langsam sind Verbraucher auch bereit, dafür mehr auszugeben.

Wer sich sozial und fair gegenüber seinen Geschäftspartnern in den ärmsten Ländern der Welt verhält, verdient es auch, damit werben zu dürfen. Diese Versprechen nicht zu halten, ist aber unverzeihlich, denn auf diese Weise wird das Vertrauen der Verbraucher missbraucht. Die Vielzahl von Textilbetrieben in Ländern wie Bangladesh ständig auf Sozialstandards zu kontrollieren, dürfte schwierig sein, aber es ist keine Entschuldigung dafür, diese Kontrollen zu unterlassen.

Lidl ist in der Vergangenheit hierzulande wegen des ruppigen Umgangs mit Mitarbeitern in die Kritik geraten. Mit fairen Waren, die offenbar keine sind, lässt sich das Image bestimmt nicht verbessern. Von Barbara Will

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