Zum Teil bis 100 Prozent

Bauern bangen wegen Frostschäden ums Geschäft

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Im Schneetreiben stehen blühende Apfelbäume bei Altenstadt (Bayern). Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Ungünstiges Wetter hat die Landwirte in manchen Regionen eiskalt erwischt. Der Bauernverband dringt schon auf staatliche Hilfen.

Berlin (dpa) - Viele Obst- und Weinbauern in Deutschland bangen wegen schwerer Frostschäden um ihr Geschäft. "Wir haben Ausfälle von einzelnen Betrieben in einzelnen Regionen, die in Größenordnungen von 70 bis 80, zum Teil bis 100 Prozent gehen".

Das sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied dem SWR. Neben Wein stark betroffen seien Steinobst wie Kirschen und Kernobst wie Äpfel, sagte Rukwied am Mittwoch in Berlin der Deutschen Presse-Agentur. In manchen Bundesländern gebe es "großflächig massive Schäden". Beeinträchtigt seien teils auch Erdbeeren und Spargel. "Hier ist staatliches Handeln erforderlich."

Die Frostschäden bereiteten den Landwirten "massive Sorgen", sagte der Bauernpräsident. Als Unterstützung bräuchten sie neben einer Liquiditätssicherung auch direkte Entschädigungsmaßnahmen. Da die Branche am stärksten vom Klimawandel betroffen sei, sollte es unter anderem auch Zuschüsse zur Frostversicherung und Investitionshilfen für die Installation von Berieselungsanlagen geben, die Pflanzen vor Frost schützen.

Viele Pflanzen könnten zwar nach einer Frostphase erneut austreiben, erläuterte Rukwied im SWR. Etwa bei Wein sei der Ertrag dann aber deutlich geringer. "Insofern können wir den Ertragsausfall, die Schadenhöhe, noch nicht genau beziffern, aber er ist enorm." Bei Steinobst sei der Schaden irreparabel.

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