Bauern rechnen mit Millionenschäden

Rostock - Nach dem wochenlangen Dauerregen rechnen Mecklenburg-Vorpommerns Landwirte mit Millionenverlusten. Ein Drittel der Rapsernte und fast die Hälfte des Weizens stehen noch auf den überfluteten Feldern.

Das sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). Könnte davon nichts mehr geerntet werden, betrüge der Schaden etwa 380 Millionen Euro. Das wäre ein Drittel der jährlichen Gesamteinnahmen. Für die Landwirte sei das “eine verdammt schwierige Situation“, sagte Landesbauernpräsident Rainer Tietböhl. Auch die Kartoffelernte verspreche keine Qualität, es fehle die Stärke. Mais stehe zwar gut da, die Pflanzen hätten aber viel zu kleine Kolben. Auch die Grünfutter-Produktion sei nahezu zum Erliegen gekommen, so dass sich Landwirte untereinander mit Tierfutter aushelfen müssten. “Viele Kollegen überlegen schon, ihre Tiere abzuschaffen“, sagte Tietböhl.

dapd

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