BMW baut Geländewagen in den USA

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Auch der BMW X5 wird in Spartanburg in den USA gefertigt.

München - BMW hat sein US-Werk Spartanburg ausgebaut - und schraubt dort die meisten seiner Geländewagen zusammen. Das soll den Bayern helfen, in den Staaten die Nummer eins zu bleiben.

Europa hat als Produktionsstandort für BMW-Geländewagen weitgehend ausgedient. Die meisten der Fahrzeuge rollen ab sofort in den USA vom Band und werden von dort aus in alle Welt exportiert. Mit der Eröffnung der neuen X3-Fertigung kommt nun auch die mittelgroße Baureihe aus dem Werk Spartanburg in South Carolina. Dort werden bereits die größeren Modelle X5 und X6 hergestellt. Einzig der kleine X1 wird noch in Deutschland im Werk Leipzig zusammengeschraubt.

Der neue BMW X3

BMW X3 xDrive20d BMW X3 xDrive35i
Das ist der neue BMW X3: Die zweite Generation des X3 ist um acht Zentimeter auf 4,65 Meter gewachsen. © Hersteller
BMW X3 xDrive20d BMW X3 xDrive35i
Look und Design ähneln dem Vorgänger.  © Hersteller
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Der Innenraum ist schick und schlicht. © Hersteller
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Im neuen BMW X3 wird die serienmäßige Auto Start Stop Funktion erstmals auch mit einem Sechszylinder-Motor sowie mit dem Achtgang-Automatikgetriebe kombiniert. © Hersteller
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Das Platzangebot im neuen BMW X3 ist gewachsen: Mit einer teilbaren Fondsitzlehne läßt sich der Kofferraum von 550 auf bis zu 1 600 Liter vergrößern. © Hersteller
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BMW X3 xDrive20d (6-Gang-Schaltgetriebe) kostet 39 100 Euro. Der Automatik kostet 41 400 Euro. © Hersteller
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Der neue xDrive20d Motor leistet 184 PS und fährt 210 km/h Höchstgeschwindigkeit. Der Verbrauch liegt laut Hersteller bei 5,6 Liter pro 100 Kilometer. © Hersteller
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Wirbelt Staub auf: BMW X3 xDrive35i fährt mit 306 PS Spitze Tempo 245. Der Verbrauch liegt bei 8,8 Liter pro 100 Kilometer.  © Hersteller
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BMW X3 xDrive35i (8-Gang-Automatikgetriebe) kostet 51 850 Euro. © Hersteller
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Das neu entwickelte Fahrwerk mit elektromechanische Servolenkung. © Hersteller
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Der neue BMW X3 © Hersteller
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Der neue BMW X3 © Hersteller
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Der neue BMW X3 © Hersteller

“Die USA bleiben in absehbarer Zukunft der weltweit größte Premiummarkt“, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer am Mittwoch zum Ausbau von Spartanburg. Für BMW ist der Markt besonders wichtig - nirgendwo anders auf der Welt verkaufen die Bayern mehr Autos. Besonders Geländewagen sind beliebt: Das Land ist groß und die Spritpreise sind niedrig.

BMW hat sich den Neubau der Montagehalle für die frische X3- Generation sowie eine Erweiterung von Karosseriebau und Lackiererei insgesamt 750 Millionen Dollar (540 Mio Euro) kosten lassen. Zwei Jahre lang wurde gebaut in Spartanburg, wo BMW seit 1994 sein erstes und einziges Werk im Land unterhält. Durch den Ausbau können ab 2011 jährlich bis zu 240 000 Autos die Hallen verlassen, bislang waren es 160 000.

Erst jüngst hatte der neue X3 Premiere gefeiert. Das Vorgängermodell, das sich seit der Einführung vor sechs Jahren zu einem Verkaufsschlager entwickelt hatte, lief beim Zulieferer Magna- Steyr im österreichischen Graz vom Band. Dort wird jetzt der neue kleine Geländewagen Mini Countryman gebaut. Das US-Werk Spartanburg hatte mit der wichtigen BMW-3er-Reihe begonnen und später auch die Sportwagen Z3 und Z4 produziert.

Das ausgebaute Werk soll BMW helfen, die meistverkaufte europäische Premiummarke in den USA zu bleiben. Vor allem in den großen Städten an der Ost- und Westküste sind die Wagen mit der Niere begehrt. Seit Jahresanfang verkauften die Bayern mehr als 157 000 BMW in den Staaten, doch Mercedes holte deutlich auf und liegt nur noch knapp dahinter. Audi wird in den USA derzeit nur etwa halb so viele Wagen los wie die beiden Konkurrenten, wächst aber rasant.

Alle drei Hersteller haben sich von der schweren Absatzkrise des vergangenen Jahres recht gut erholt und versprechen sich langfristig prächtige Geschäfte in den Staaten. Auch Mercedes produziert in dem Land, der Audi-Mutterkonzern Volkswagen baut gerade eine eigene Fabrik. Die Lohnkosten sind niedriger als in Deutschland. “Mit dem Ausbau unserer US-Aktivitäten werden wir am erwarteten Wachstum des Marktes teilnehmen“, sagte BMW-Chef Reithofer.

Die neue X3-Produktion schafft zusätzlich 1600 Arbeitsplätze. Insgesamt werden in Spartanburg künftig 7600 Menschen arbeiten. Hinzu kommen die vielen Zulieferer, die sich in der Region angesiedelt haben. Drei von vier Autos, die in Spartanburg hergestellt werden, verlassen das Land aber gleich wieder. Das macht BMW zu einem der größten Autoexporteure der USA.

dpa

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