Wichtige Impulse aus Euro-Zone

Bayerischer Außenhandel legt kräftig zu - Aigner (CSU): „Aufschwung kommt bei Menschen an“

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Ilse Aigner (CSU)

Die bayerische Wirtschaft hat vergangenes Jahr noch mehr ins Ausland verkauft und dort auch viel mehr Geld für Einkäufe ausgegeben. Nur das Zugpferd macht Sorgen.

München - Der bayerische Außenhandel ist im vergangenen Jahr erneut kräftig gewachsen. Die Exporte der Unternehmen stiegen um 5,4 Prozent auf 192 Milliarden Euro, die Importe legten sogar um 8,2 Prozent zu auf fast 180 Milliarden Euro - der Außenhandelsüberschuss sank damit von 16 auf 12 Milliarden Euro. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) sprach von einer positiven Entwicklung: „Der Aufschwung kommt bei den Menschen in Bayern an“, sagte sie am Dienstag in München.

Die Nachfrage nach dem wichtigsten Exportprodukt aus Bayern lässt allerdings nach, wie die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft mitteilte: Autos „stehen für fast ein Fünftel der bayerischen Exporte und sind um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken“, sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Hintergrund dürfte die unsachliche Debatte über die Dieselantriebstechnologie sein. Damit muss Schluss sein“, forderte er.

Wichtiges Exportland: USA

Das wichtigste Exportland für die bayerische Wirtschaft sind die USA, mit großem Abstand vor China, Österreich und Großbritannien. Gut die Hälfte der Exporte geht in die EU. „Die wichtigsten Impulse kamen aus der Eurozone, aus China und aus Indien“, sagte Brossardt. Dagegen kauften die Briten vor dem anstehenden Brexit fast sieben Prozent weniger in Bayern als im Vorjahr.

Bei den Einfuhrländern steht Österreich an erster Stelle, gefolgt von China, Tschechien und Italien. Wie das Landesamt für Statistik mitteilten, machen Maschinen, Fahrgestelle, Karosserien und Motoren den Löwenanteil beim bayerischen Import aus. Fast zwei Drittel der Importe kommen aus der EU.

Aigner warnt mit Blick auf US-Pläne für Zölle aus Stahl- und Aluminiumporte

Brossardt sagte, um die Exportstärke zu erhalten, müsse die bayerische Wirtschaft ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und den Freihandel verteidigen: „Protektionismus, Abschottung und unsachliche Debatten wären Gift für unsere stark exportorientierte Wirtschaft“, sagte er. Auch Aigner warnte mit Blick auf US-Pläne für Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte vor einem „Handelskrieg, der am Ende allen schadet.“

Bayerischer Export weiter zugelegt

Laut Landesamt haben die bayerischen Exporte in die USA im vergangenen Jahr um fast fünf Prozent auf 21,5 Milliarden Euro zugelegt. Die Einfuhren aus den USA nach Bayern sanken dagegen um ein halbes Prozent auf 11,6 Milliarden Euro. Auch in Großbritannien kauften die Bayern nur halb so viel ein, wie sie dorthin verkauften. Annähernd ausgeglichen waren Ein- und Ausfuhren mit den großen Handelspartnern China, Österreich und Italien.

dpa

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