Bayern büßt führende Rolle bei erneuerbarer Energie ein

München/Berlin - Bayern hat seine einst führende Stellung bei erneuerbaren Energien eingebüßt. Bei einem Wettbewerb der Agentur für erneuerbare Energien rangiert der Freistaat nur noch auf Platz sieben.

2008 hatte Bayern bei dem sogenannten Leitstern-Wettbewerb der Agentur noch den dritten Platz belegt, teilten die Veranstalter des Wettbewerbs am Donnerstag bei der Preisverleihung in Berlin mit.

Die Nase vorn habe Bayern nur noch beim Bürgerengagement für umweltfreundliche Energie. In dieser Kategorie habe der Freistaat Platz eins belegt. Der Preis zeige, dass Bayerns Bürger mehr als alle anderen in Deutschland in erneuerbare Energien investierten, erklärte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) laut Mitteilung. Bei den Ausbauzielen rangiere Bayern auf Platz vier.

Die bayerischen Grünen sehen in der Zurückstufung des Freistaates von Platz drei auf Platz sieben “eine Quittung für die Energiepolitik der bayerischen Staatsregierung“. Die industrie- und technologiepolitischen Rahmenbedingungen seien in Bayern weiterhin schwach ausgeprägt. Ursachen für die Zurückstufung waren nach Angaben der Grünen die geringen Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Bayern rangiere hier auf dem letzten Platz.

Gewinner des “Leitstern“-Wettbewerbs war Brandenburg; das auf Platz eins rangierende Bundesland werde bereits im Jahr 2020 fast seinen ganzen Strombedarf nur mit Strom aus Wind- oder Solarenergie decken. Die Bundesländer-Vergleichsstudie wurde vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) für die Agentur für erneuerbare Energien erstellt.

dpa

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