Bayern will Ökostrom-Netz unterstützen

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Bayern will Ökostrom-Netz unterstützen.

München - Der Aufbau eines riesigen europäischen Netzes für Ökostrom bietet nach Einschätzung von Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) große Chancen für die Industrie.

“Der Freistaat Bayern ist gern bereit, zur Koordinierung seinen Teil beizutragen“, kündigte Zeil am Dienstag in München an. “Der Ausbau des europäischen Höchstspannungsnetzes und speziell der Leitungsverbindungen durch die Nordsee ist energiewirtschaftlich ausgesprochen sinnvoll.“ Damit könne die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien überregional ausgeglichen werden. “Zugleich wird damit auch der Wettbewerb auf dem europäischen Strommarkt vorangebracht und die Versorgungssicherheit verbessert.“ Die bayerische Industrie verfüge über ein hohes Knowhow bei Netztechnik-Projekten und könne von den Plänen profitieren.

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Nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag) wollen neun europäische Länder ihre Ökostromprojekte in einem riesigen Energienetz zusammenschalten. Dazu sollten Wind-, Sonnen und Wellenkraftwerke mit tausenden Kilometern Hightech-Kabel verbunden werden. Für das Projekt werden bis zu 30 Milliarden Euro veranschlagt. Es wäre das erste europäische Energienetz über viele Grenzen hinweg. Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte dem Blatt, es werde noch im Januar erste Treffen auf Arbeitsebene geben.

An den Verhandlungen sollten auch große Energieunternehmen und Netzbetreiber teilnehmen. Die Federführung für Deutschland für das Projekt habe Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), erklärte Zeil. “Seine Aufgabe wird es auch sein, auf eine möglichst kosteneffiziente Realisierung zu achten, denn letztlich müssen die europäischen Stromverbraucher die milliardenschweren Investitionen bezahlen.“

dpa

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