VW befürchtet nach Abwrackprämie 20 % weniger Zulassungen

Wolfsburg - Nach dem Auslaufen der Abwrackprämie erwartet Volkswagen ein Schrumpfen des gesamten deutschen Automarktes im kommenden Jahr um knapp 20 Prozent.

Nach rund 3,7 Millionen verkauften Fahrzeugen in diesem Jahr werden es 2010 nur rund drei Millionen Neuzulassungen sein, prognostizierte Christian Klingler, Vertriebsvorstand der Kernmarke Volkswagen, in der “Automobilwoche“. “Damit werden wir als Hersteller zusammen mit unseren Verkaufspartnern umgehen müssen“, sagte er weiter und kündigte an, die Händler mehr als bisher zu unterstützen: “Wir wollen den Schulterschluss mit dem Handel weiter festigen, gerade in schwierigeren Zeiten muss man besonders dicht zusammenhalten.“

Die Gewinner der Abwrackprämie

Schluss mit der Abwrackprämie: Die Mittel sind aufgebraucht. Insgesamt zwei Millionen Fahrzeuge kamen in die Schrottpresse - im Tausch mit einem neuen Gefährt. Profitiert haben vor allem Importeure und Exoten. Das sind die Gewinner unter den Automobilherstellern (Quelle: CAR-Universität Duisburg-Essen): Platz 1: Dacia (2009 voraussichtlich 62.019 zusätzlich verkaufte Fahrzeuge, entspricht einem Plus von 274,5 Prozent) © dpa
Platz 2: Lada (CAR-Institut-Prognose: 2850, Plus von 139,9 Prozent) © dpa
Platz 3: Fiat (99.597, Plus von 124,8 Prozent) © dpa
Platz 4: Hyundai (49.606, Plus von 106,0 Prozent) © dpa
Platz 5: Suzuki (27.437, Plus von 82,2 Prozent) © dpa
Platz 6: Kia (25.496, Plus von 82,0 Prozent) © dpa
Platz 7: Alfa Romeo (5297, Plus von 76,9 Prozent) © dpa
Platz 8: Skoda (76.288, Plus von 69,4 Prozent) © dpa
Platz 9: Seat (28.760, Plus von 64,3 Prozent) © dpa
Platz 10: Toyota (53.402, Plus von 63,3 Prozent) © dpa
Ein deutscher Hersteller war in den Top Ten nicht zu finden. Aber Opel verkauft zusätzlich immerhin stattliche 105.092 Autos, ein Plus von 44,9 Prozent. © dpa
Ähnlich VW: 193.353 zusätzlich verkaufte Wagen, ein Plus von 34,7 Prozent © dpa
Bei den anderen deutschen Herstellern kann von Gewinnern schon nicht mehr die Rede sein: Audi etwa soll 1,1 Prozent unter seiner Kalkulation liegen © dpa
Bei BMW dürften es sogar 7,3 Prozent sein © dpa
Der Verlierer heißt Mercedes mit voraussichtlich 38.066 Exemplaren weniger als eingeplant, ein Minus von 12,8 Prozent. © dpa

Dazu gehöre auch ein sogenanntes Leistungssteigerungsprogramm, das VW “zur Stärkung seiner Vertriebspartner“ aufgelegt habe. Damit sollten Abläufe rund um den Autokauf verfeinert und verbessert werden.

dpa

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