Wieder Streiks bei Amazon

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Die Gewerkschaft Verdi rechnete damit, dass sich in Leipzig mehr als 400 Mitarbeiter an dem Streik beteiligen werden. Foto: Uwe Zucchi

Der Streit um die Bezahlung beim Versandriesen Amazon geht in eine neue Runde. Am Montag begannen an mehreren Standorten in Deutschland wieder Streiks. Die Kunden sollen davon aber laut Amazon nichts spüren.

München/Leipzig (dpa) - Beim Online-Versandhändler Amazon haben am Montag an mehreren Standorten in Deutschland Streiks begonnen.

Die Aktionen sollen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi teilweise bis zum Ende der Woche dauern. Zu Lieferverzögerungen wird es nach Angaben des Unternehmens aber nicht kommen.

Die Fronten in dem seit mehr als zwei Jahren andauernden Tarifstreit sind verhärtet. Mit Arbeitskämpfen vor allem auch in Hessen und Thüringen versucht Verdi, für die mittlerweile rund 10 000 Mitarbeiter des US-Versandhandelsriesen in Deutschland einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels durchzusetzen.

Verhandlungen darüber lehnt Amazon aber ab. Das Unternehmen mit Sitz in München sieht sich als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen. 

Die neue Streikwelle begann nach Angaben von Verdi mit der Frühschicht am Montagmorgen. Zahlreiche Beschäftigte in den Standorten Bad Hersfeld in Hessen, Leipzig in Sachsen, Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen, sowie Graben bei Augsburg und Pforzheim (Baden-Württemberg) hätten die Arbeit niedergelegt. Stefanie Nutzenberger vom verdi-Bundesvorstand warf Amazon vor, die Beschäftigten zu verschleißen und ihnen die Arbeitsbedingungen willkürlich zu diktieren.

Amazon weist diese Vorwürfe zurück. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin beteiligten sich insgesamt rund 700 Beschäftigte an den Aktionen. Die meisten der mehr als 10 000 Mitarbeiter in Deutschland seien somit regulär im Dienst. Zu Liefer-Verzögerungen werde es deshalb nicht kommen. 

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