Nicht reinreden lassen

Bei Ratschlägen von Kollegen kommt es auf den Ton an

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Damit der Konflikt mit einem Kollegen nicht eskaliert, sollte man immer einen freundlichen Ton wahren. Das gilt vor allem, wenn ein gut gemeinter Ratschlag zurückgewiesen wird. Foto: Andrea Warnecke

Tipps von Kollegen können eine große Hilfe sein. Doch was tun, wenn sich der andere ständig mit seinen gut gemeinten Ratschlägen einmischt?

Wenn sich Kollegen ständig in die Arbeit einmischen, kann das schnell nerven. Das Problem sprechen Beschäftigte besser frühzeitig an, bevor es eskaliert.

Dabei kommt es immer auf den Ton an, damit sich die Fronten nicht verhärten. "Sagen Sie freundlich: "Das ist schön, aber jetzt haben wir keine Zeit dafür." Das hilft vielleicht, um den Kollegen zu bremsen", rät Jörg Feldmann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Mitarbeiter können sich in so einer Situation darauf beziehen, dass die Aufgabe in ihrer Verantwortung liegt. "Wenn es schwierig wird, einfach klären: Was ist meine Aufgabe, und was ist die Aufgabe des anderen", erklärt Jörg Feldmann.

Grundsätzlich sollten Angestellte positiv auf professionelle Ratschläge und Kritik am Arbeitsplatz reagieren. "Solange es nicht persönlich wird, sollte man sowas auch aushalten", findet Feldmann. "Man sollte das nicht sofort emotional sehen. Ansprachen können bei jedem anders ankommen."

Unterstützung der Kollegen ist eine wichtige Ressource, die auch Vorgesetzte sehr schätzen. Führen die gut gemeinten Ratschläge jedoch immer wieder zu Arbeitsunterbrechungen und nützt das persönliche Gespräch nichts, sollten Angestellte den Gang zum Chef erwägen, so Feldmann. Der kann notfalls mit klaren Anweisungen Grenzen ziehen.

dpa/tmn


Die Firmen-Urgesteine: Jahrzehnte beim selben Arbeitgeber

Alberto Lombardo ist seinem Arbeitgeber, der Freudenberg Gruppe in Weinheim, 50 Jahre lang treu geblieben. Die Firma habe ihm immer neue Herausforderungen geboten und er hat die gute Stimmung unter den Kollegen geschätzt. Foto: Freudenberg Gruppe
Alberto Lombardo ist seinem Arbeitgeber, der Freudenberg Gruppe in Weinheim, 50 Jahre lang treu geblieben. Die Firma habe ihm immer neue Herausforderungen geboten und er hat die gute Stimmung unter den Kollegen geschätzt. © Freudenberg Gruppe
Alberto Lombardo (M) hat 50 Jahre lang bei der Freudenberg Gruppe in Weinheim gearbeitet. Er fing dort als Auszubildender an und wurde schließlich Geschäftsführer einer Gesellschaft des Unternehmens. Foto: Freudenberg Gruppe
Alberto Lombardo (M) hat 50 Jahre lang bei der Freudenberg Gruppe in Weinheim gearbeitet. Er fing dort als Auszubildender an und wurde schließlich Geschäftsführer einer Gesellschaft des Unternehmens. © Freudenberg Gruppe
Manche Kunden kommen nur wegen ihr: Veronika Asam arbeitet seit 34 Jahren in der Fleischerei Eberl in Hattenhofen in Bayern. Foto: Moritz Hoffmann
Manche Kunden kommen nur wegen ihr: Veronika Asam arbeitet seit 34 Jahren in der Fleischerei Eberl in Hattenhofen in Bayern. © Moritz Hoffmann
Veronika Asam arbeitet seit 34 Jahren in der Fleischerei Eberl in Hattenhofen in Bayern. Ihre Chefin kennt sie, seit diese 12 Jahre alt war - später war sie deren Ausbilderin. Foto: Moritz Hoffmann
Veronika Asam arbeitet seit 34 Jahren in der Fleischerei Eberl in Hattenhofen in Bayern. Ihre Chefin kennt sie, seit diese 12 Jahre alt war - später war sie deren Ausbilderin. © Moritz Hoffmann
Supermarkt, Großhandel, Logistik, Verwaltung: Ilona Becker ist seit 38 Jahren bei Rewe und hat in ihrer Zeit dort schon viele unterschiedliche Positionen inne gehabt. Foto: Rewe West
Supermarkt, Großhandel, Logistik, Verwaltung: Ilona Becker ist seit 38 Jahren bei Rewe und hat in ihrer Zeit dort schon viele unterschiedliche Positionen inne gehabt. © Rewe West
Ilona Becker ist seit 38 Jahren bei Rewe. Sie hat dort Verkäuferin gelernt, inzwischen arbeitet sie in der Personalabteilung. Foto: Rewe West
Ilona Becker ist seit 38 Jahren bei Rewe. Sie hat dort Verkäuferin gelernt, inzwischen arbeitet sie in der Personalabteilung. © Rewe West
Hier hat Zugführer Bernd Blank das Kommando. Seit 44 Jahren arbeitet er bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Langweilig wird ihm seine Stammstrecke auf der U6 zwischen Tegel und Mariendorf trotzdem nicht. Foto: Inga Kjer
Hier hat Zugführer Bernd Blank das Kommando. Seit 44 Jahren arbeitet er bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Langweilig wird ihm seine Stammstrecke auf der U6 zwischen Tegel und Mariendorf trotzdem nicht. © Inga Kjer
Zurücktreten bitte! Als Zugführer arbeitet Bernd Blank für die BVG. Für eine Strecke braucht er 38 Minuten. Maximale Geschwindigkeit sind 70 km/h. Foto: Inga Kjer
Zurücktreten bitte! Als Zugführer arbeitet Bernd Blank für die BVG. Für eine Strecke braucht er 38 Minuten. Maximale Geschwindigkeit sind 70 km/h. © Inga Kjer

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