Beim Weihnachtsgeld weiter Unterschiede zwischen Ost und West

+
Ein zentrales Kriterium für den Erhalt des Weihnachtsgeldes ist die Tarifbindung. Foto: Jens Kalaene

Düsseldorf (dpa) - Auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es beim Weihnachtsgeld erhebliche Unterschiede zwischen Ost und West: 56 Prozent der westdeutschen Beschäftigten bekommen die Leistung, aber nur 40 Prozent der Mitarbeiter in Ostdeutschland.

Das hat das Tarifarchiv der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in einer Online-Umfrage mit 8800 Teilnehmern herausgefunden. Unterschiede zugunsten des Westens gab es auch in der Höhe der Leistung - etwa im Bauhauptgewerbe, im Groß- und im Einzelhandel oder im öffentlichen Dienst der Gemeinden.

Ein zentrales Kriterium für den Erhalt des Weihnachtsgeldes ist nach der Umfrage die Tarifbindung: In Betrieben mit Tarifvertrag bekommen demnach fast drei Viertel (72 Prozent) der Mitarbeiter die Leistung, in nicht tarifgebundenen sind es 42 Prozent. Der zusätzliche Geldsegen nutzt nicht zuletzt dem Handel: "Nach meiner Einschätzung wird ein großer Teil in der Tat direkt für die Weihnachtseinkäufe verwendet", sagte der Leiter des Tarifarchivs, Reinhard Bispinck.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.